Die Auswirkung von Multipler Sklerose auf das soziale Leben der Betroffenen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.01.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
526 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656361923
Dazu gehört auch die Multiple Sklerose. Ungefähr 100.000 Bundesbürger in Deutschland haben MS. Ihren Anfang nimmt die MS vornehmlich bei jungen Erwachsenen, wobei eher Frauen erkranken als Männer. Das Erschreckende an dieser Erkrankung ist, dass es bisher noch keine Heilungsmöglichkeiten gibt, dass die Krankheitsursache noch immer nicht vollends erforscht ist und der Verlauf dieses Leidens unberechenbar ist. Deshalb haben die Patienten meist Angst vor dem, was sie nach der Diagnose erwartet.
Seelische Reaktionen auf die Krankheitsbestimmung sind hauptsächlich Schock, Verleugnung, Zorn, Wut, Verhandeln mit dem Schicksal, Depression und Angst. Der Bewältigungsprozess chronisch Kranker ist den Stadien ähnlich, die unheilbar Kranke erfahrungsgemäß durchmachen. Wobei die Lebenszeit durch die MS nicht unbedingt verkürzt ist.
Einen eindrucksvollen Erfahrungsbericht gibt der amerikanische Journalist Richard Cohen in seinem Buch "Schritte voller Hoffnung" ab. Darin schildert er seine Erkrankung sehr plastisch: "Klar ist, dass die Multiple Sklerose eine fortschreitende Krankheit ist, eine schreckliche Massenkarambolage auf den Bahnen des zentralen Nervensystems. Die Krankheit befällt motorische und sensorische Nerven, an denen sich zahlreiche Plaqueansammlungen bilden, nachdem sich die schützende Myelinscheide abgelöst hat. Der Krankheitsprozess ähnelt einem Anschlag auf eine altmodische Telefonvermittlung, bei dem durch Abziehen der Kabelisolierungen Telefonleitungen miteinander kurzgeschlossen werden. Signale überkreuzen sich. Das Leben gerät aus der Bahn. Träume entgleisen".
Dr. Weihe, ein anerkannter Facharzt für Neurologie mit Schwerpunkt MS schildert in seinem Buch Multiple Sklerose - Eine Einführung mehrere Fallbeispiele, in denen von Menschen mit dieser Erkrankung berichtet wird. Darin wird auch klar, dass MS weder zwangsläufig ein Todesurteil, noch eine sichere Aussicht auf schwerste Behinderungen nach sich zieht. Sie kann durchaus gutartig verlaufen oder gar unbemerkt bleiben.
Scharlatane haben bei Multiple Sklerose-Kranken besonders viel Angriffsfläche, weil niemand genau weiß, wann ein Schub auftritt, warum er auftaucht und wann er wieder nachlässt, können sie mit angeblichen Heilungsmethoden handeln, ohne dass ihnen eine kriminelle Tat unterstellt werden kann.
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