Raumsemantik in William Shakespeares "Was ihr wollt" - in einer Bearbeitung von Beat Fäh
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
24.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
673 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656066033
denn der Regen, der regnet jeden Tag." Narr (Fünfter Akt, erster Auftritt)
Ausgehend von dem Zitat des Narren im fünften Akt beschäftigt sich die vorliegende Arbeit auch mit einer "Welt", nämlich der dargestellten Welt bzw. dem Modell von Welt.
Untersucht wird im Folgenden die Raumsemantik in William Shakespeares (1564 - 1616) Komödie "Zwölfte Nacht oder was ihr wollt" ("Twelfth Night or what you will") in einer Bearbeitung für neun Schauspieler von Beat Fäh. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass jeder Text eine eigene Welt modelliert, er generiert ein eigenes Modell von Welt (1). Dieses konstituiert sich über eine Verdichtung von spezifischen Merkmalen wie Personenmerkmalen, Normen oder Werte, die paradigmatisch dem jeweiligen Raum zugeordnet werden können.(2) Nach Krah gilt es, das dem Text zugrunde liegende Weltmodell zu rekonstruieren, auf dem sich die Handlung vollzieht, um diese überhaupt erschließen zu können.(3) Innerhalb des Modells
von Welt etabliert sich eine eigene Weltordnung, die zu erkennen und zu bestimmen ist. Die Welt per se repräsentiert jedoch nicht die Realität, sie ist in ihren Merkmalen nicht als wahr oder falsch zu bewerten, sondern beruht auf einem interpretatorischen
Akt der Merkmalszuweisung.
Die dargestellte Welt modelliert sich mithilfe semantischer Räume, indem Textelemente wie Figuren oder Objekte über semantische Merkmale, sogenannte Merkmalsbündel, den Räumen zugeordnet werden.(4) Jeder semantische Raum definiert
sich über seine spezifische Menge an Merkmalen und steht zugleich oppositionell zu anderen Räumen, sie grenzen sich voneinander ab. Die semantischen Räume eines Textes in ihrer Gesamtheit ergeben in der Korrelation zueinander die Ordnung der dargestellten Welt. Alle Figuren, alle Elemente haben hier ihren Platz, sie können deshalb dem Weltmodell entsprechend verortet werden und weisen Raumbindung auf.(5) Im Text vollzieht sich dann Handlung, wenn Figuren ihre Raumbindung aufgeben und Grenzen überschreiten.6 Die Ordnung der dargestellten Welt wird dadurch durcheinander gebracht bzw. verändert.
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