Der Vielfalt Raum geben: Ermöglichung vielfältiger Zugänge zu philosophisch-ethischen Fragen durch die besondere Berücksichtigung 'multipler Intellige Eine Unterrichtsreihe im Fach Ethik Grundkurs Oberstufe
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
06.08.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
81 (Printausgabe)
Dateigröße
787 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656475248
Zum einen ist die wiederkehrende Reserviertheit einiger Lerner gegenüber Textarbeit und Formen der Leistungsfeststellung wie z.B. schriftliche Stellungnahme und Textverfassung zu nennen. Allgemein gesagt, die "Vermeidungstendenzen" gegen die Dechiffrierung oft sperriger philosophischer Texte und Ausdrucksformern, die vornehmlich die geschriebene Sprache im Zentrum haben und die eine logische, stringente Begründung verlangen.
Und zum anderen habe ich die im Folgenden behandelte Problemstellung durch einen Impuls in der Nachbesprechung einer benoteten Lehrprobe zu einer Ethikstunde erhalten, der die oben genannte Erfahrung indirekt aufgriff. Denn man fragte mich, ob ich mit Blick auf die Handlungsprodukte eine größere Bandbreite für möglich erachten würde, da ein vielseitiges Fach wie es das Fach Ethik ist, solche Möglichkeiten vermehrt biete. Ferner fragte man mich, ob ich in diesem Zusammenhang die "Theorie der multiplen Intelligenzen" von Howard Gardner kennen würde. Mit Blick auf meinen methodischen Kompetenzzuwachs erachtete ich diese Öffnung der Handlungsproduktpalette wünschenswert. Und unter dem Namen "Multiple Intelligenzen" konnte ich mir rein assoziativ und mit sprachlichem Feingefühl etwas wie "vielfältige Fähigkeiten" vorstellen. Genaueres wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.
Infolgedessen und mit Blick auf die anstehende Hausarbeit beschäftigte ich mich aus intellektueller Neugierde und Professionalisierungsdrang mit dieser Theorie und merkte, dass mein Schlüsselerlebnis der Verschlossenheit vieler Lerner gegen sprachlich-logisches Arbeiten ein tieferliegendes Problem der Lernkultur ist. Dieses Problem liegt in der Dominanz eines bevorzugten Intelligenzprofils, dem zum einen weite Bereiche unseres Schulsystems unterliegen und in dem ich zum anderen schulisch als auch universitär sozialisiert wurde und darum vielleicht unbewusst meine kulturell bedingte "Intelligenzsozialisation" mit in meine Unterrichtsplanung getragen habe. Es ist das Problem der vereinseitige Ausrichtung der "Schule im Einheitslook" an der sprachlich und logisch-mathematischen Intelligenz der Lerner. [...]
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