Der Balkan-Konflikt. Hintergründe, Zukunftsstrategien und -perspektiven des balkanischen Multikulturalismus Ein Clash of Civilizations?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.10.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
173 (Printausgabe)
Dateigröße
644 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656296768
seit langem seine strikte Bedeutung verloren. Die "geografische Mobilität" hat den
Menschen das ermöglicht, was noch bis vor ein paar Dekaden für unmöglich gehalten
wurde: leben und arbeiten, wo es interessanter und schöner ist. Die Welt ist offener und
multikultureller geworden und Kontakte zwischen den Kulturen sind im 20. und im
21. Jahrhundert keine Seltenheit mehr. Der Begriff "Nation" richtet sich nach den
konkreten sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen und der "Nationalstaat" ist auf der
Suche nach neuen Lösungen, um weiterhin heroisch über neue Konzepte zu triumphieren.
Die nationalen Grenzziehungen üben nach wie vor ihren willkürlichen und
bemerkenswerten Einfluss auf die Individuen und ihre Selbstdefinition aus. Einiges hat
sich noch nicht geändert: die Identität jedes Menschen richtet sich nach seinem
Geburtsrecht, nach seiner Sprache, nach seiner Kultur, nach seiner Religion, nach seinem
Erbe ...
Menschen, Länder, Nationen, Kulturkreise gehen nach dem Zweiten Weltkrieg und
vor allem nach dem Ende des Kalten Krieges auf neue Identitätssuche, die vor allem von
der einigenden und zugleich polarisierenden Kraft der Kultur bzw. der Kulturzugehörigkeit
stark beeinflusst wird. In allen Zeiten war die menschliche Geschichte eine Geschichte von
Kulturen und Kultur war die umfassendste Identifikation für die Menschheit. Nur welche
Rolle spielen im 21. Jahrhundert die Kulturkreise und der intensivere Kontakt zwischen
den Weltkulturen? Ist zu erwarten, dass das politische Gleichgewicht für die Welt dadurch
positiv beeinflusst wird? Wird es aufgrund dieser Kontakte zwischen den verschiedenen
Kulturkreisen der Welt zu einer universellen Weltkultur kommen oder wird sich jede
Kultur bzw. jede Religion der Welt ihren bisherigen Platz bewahren können? Die große
Illusion, dass das Ende des Kalten Krieges eine "neue Weltordnung" sowie eine Welt ohne
Konflikte und ohne Kriege schaffen würde, blieb nur eine solche. Die ethnischen
Säuberungen in Ex-Jugoslawien, in Russland, in Somalia, Gaza und in anderen Ländern
der Erde ließen den Traum einer friedlicheren Zeit zerplatzen. Der Genozid des
ausgehenden 20. Jahrhunderts richtete sich gegen Menschen anderen Glaubens, anderer
Kultur, anderer Sprache ... Die Kriege des beginnenden 21. Jahrhunderts sind als
Bruchlinienkriege zwischen "Westen" und "Nichtwesten" zu bezeichnen, was neue Grenzen schafft.[...]
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