Behaupteter Völkermord? Der Genozid an den Armeniern von 1915-1917
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.02.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
228 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640273478
Obwohl er sich bald zum einhundertsten Mal jährt, ist der Genozid an der armenischen Bevölkerung bis heute nicht vollständig aufgearbeitet. Insbesondere trifft das auf die Gruppe der Nachfahren der Täter von damals zu, die teilweise auch in ideologischer Hinsicht deren Nachfolger sind. In der Republik Türkei, die nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorging, wird bis heute offiziell nicht von einem Völkermord gesprochen. Wer dies doch tut, dem drohen Anklage sowie Geld- und Gefängnisstrafe , wobei die Schriftsteller Elif Shafak und Orhan Pamuk wohl die prominentesten Beispiele dafür darstellen.
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Ereignisse dazu führten, dass statt 1,3 bis 2,1 Millionen (vor 1915) heute nur noch einige Zehntausend Armenier in der Türkei leben. Die zentrale Fragestellung lautet: Ist der Tatbestand des Genozids zwischen 1915 und 1917 erfüllt? Daran anknüpfend ergibt sich eine Reihe weiterer Fragen: Welche Ursachen waren überhaupt ausschlaggebend für das Vorgehen gegen die Armenier und die Entwicklung von Deportationen und Massakern hin zum Völkermord? Wie gingen die Täter vor, wie wurden die Opfer behandelt? Wer waren überhaupt die Tätereliten und wodurch war ihr Denken und Handeln beeinflusst? Zwar war der Völkermord regional auf das Territorium des Osmanischen Reichs begrenzt, doch wenn man die Frage nach den Tätern stellt, kommt man nicht umher, auch die Rolle Deutschlands zu untersuchen. Bestand hier eine Mitverantwortung am Genozid an den Armeniern? Haben sich auch andere Staaten durch das Unterlassen von Hilfeleistungen mitschuldig gemacht?
Die schon angesprochene Frage nach der Aufarbeitung des Genozids mit dem Schwerpunkt Türkei schließt den Rahmen der vorliegenden Untersuchung.
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