Doping in den Medien - Ein inhaltsanalytischer Vergleich von Radsportberichterstattungen in Deutschland und Italien
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.05.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
255 (Printausgabe)
Dateigröße
2789 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640926060
Medien kulturelle Unterschiede gibt.
Ausgehend von dieser übergeordneten Frage wird untersucht, wie kritisch ausgewählte Zeitungen aus beiden Ländern dem Thema Doping bei der Tour de France begegnen, welche Hintergründe und Auswirkungen sie beleuchten, inwiefern sie das System Radsport
infrage stellen und welche Selbstverantwortung sie sich im Umgang mit Doping auferlegen.
Für die Durchführung dieser explorativen Studie wurden zwei praktische Untersuchungsmethoden ausgewählt: das teil-standardisierte Experteninterview sowie die
qualitative Inhaltsanalyse. Die Befragung von drei ausgewählten Journalisten, die von Berufs wegen täglich mit dem
Thema Doping zu tun haben, dient als Hinwendung auf den Untersuchungsschwerpunkt dieser Arbeit. Im Zentrum steht die vergleichende Inhaltsanalyse von Artikeln der Süddeutschen Zeitung sowie der Gazzetta dello Sport. Am Ende seiner praktischen Arbeit stellt der Autor die Ergebnisse zur Diskussion und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze zu diesem Thema.
Insgesamt ist festzustellen, dass deutsche Medien eine weitaus kritischere Grundhaltung zum Doping einnehmen als italienische. Sportarten, in denen Doping weit verbreitet ist (Radsport), werden stärker hinterfragt. Diese distanzierte Position äußert sich bei positiven Dopingfällen, kommt vor allem aber in der intensiven Verdachtsberichterstattung und dem Generalverdacht gegenüber Athleten zur Geltung. Die kritische Grundhaltung deutscher
Medien ist Voraussetzung dafür, dass sie sich im Umgang mit Doping eine deutlich wahrnehmbarere Selbstverantwortung auferlegen und mehr gesellschaftliche Auswirkungen des Themas betrachten.
Eine besondere Stellung nimmt die Hintergrundberichterstattung ein. In diesem Punkt verfolgen italienische Medien einen für den südeuropäischen Sportjournalismus typischen boulevardesken, emotionalen Stil, der auf persönliche Anteilnahme ausgerichtet ist. Er ist nur schwer mit der tendenziell auf investigative Recherche ausgerichteten Hintergrundberichterstattung deutscher Medien zu vergleichen.
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