Der Zweikampf in Georg von Ehingens "Reisen nach der Ritterschaft"
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.02.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
166 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656137139
Autobiographie des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit. Den Kern seines Selbstzeugnisses sind seine Reisen mit dem Ziel [s]ich in ritterlichen handlungen zuo gebruchen und alle ritterspil zuo lernen. Er berichtet von seiner Reise zur Erlangung wahrer Ritterlichkeit. Seine Reise steht in der Tradition der Pilgerfahrt und des Heidenkampfes, ergänzt durch den Besuch der
höfischen Zentren Europas. Die Suche nach der Aventiure und die Hervorhebung der persönlichen Ehre im idealisierten ritterlichen Sinne stellen wie bei vielen Zeugnissen der ritterlichen Welt im
Spätmittelalter zentrale Punkte dar. Diese Betonung des tradierten idealisierten Rittertums steht im Kontrast zu einem Wandel der Bedeutung und des Selbstverständnisses gerade des niederen Adels.
Wurde in der älteren Forschung die Idealisierung und Betonung des Ritterlichen im ausgehenden Mittelalter als Reaktion auf den wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Niedergang des Adels
verstanden, so sieht die jüngere Forschung die Krise des Rittertums im ausgehenden Mittelalterdeutlich differenzierter. In Georg von Ehingens 'Reisen nach der Ritterschaft' ist die ambivalente
Situation eines niederadligen Ritters im 15. Jahrhundert deutlich zu erkennen: Er verbindet die literarische Tradition des Rittertums mit den neuen Einflüssen seiner Zeit und seinen persönlichen
Erlebnissen. Ruhm und Ehre stellen während des gesamten Mittelalters das erstrebenswerteste Ziel
für einen jungen Adligen dar. Die ritterlichste Form, seine Ehre und seinen Ruhm zu steigern, war der Kampf und Sieg gegen einen
ebenbürtigen Gegner. Der Zweikampf ist ein wichtiges Element im Selbstverständnis des mittelalterlichen Ritters.
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