An die Spitze geschrieben? Das Zusammenspiel von FDJ, SED und Zeitungen im Nomenklatursystem der DDR Eine empirische Untersuchung zur Repräsentanz der FDJ-Vorsitzenden in "Junge Welt" und "Freie Presse"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.05.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
85 (Printausgabe)
Dateigröße
740 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638636445
Für die Prüfung der Repräsentanz der FDJ-Vorsitzenden nutzte ich die Methodik der Inhaltsanalyse. Untersucht habe ich 270 Titelseiten der "Junge Welt", des Zentralorgans der FDJ-Spitze, und 270 Titelseiten der "Freie Presse", der auflagenstärksten SED-Bezirkszeitung. Der Untersuchungszeitraum ist die gesamte Zeit des DDR-Bestehens.
Auf den Titelseiten der "Junge Welt" wurde der FDJ-Vorsitzende in 34,1 Prozent der Ausgaben erwähnt, dabei waren die Ergebnisse in allen untersuchten Jahrgängen ähnlich: Der FDJ-Vorsitzende kam etwa auf jeder dritten Titelseite vor. Auf den Titelseiten der "Freie Presse" war der FDJ-Vorsitzende nur in 11,5 Prozent der untersuchten Ausgaben repräsentiert. Zudem gab es bei der "Freie Presse" größere Unterschiede zwischen den Jahrgängen, genannt wurden in erster Linie die FDJ-Vorsitzenden, die zugleich Angehörige des Politbüros waren, also Egon Krenz und in einem bestimmten Zeitraum Erich Honecker. In der SED-Bezirkszeitung spielten die FDJ-Vorsitzenden, die nicht zugleich im Politbüro waren, kaum eine Rolle. Es lag also nicht im Interesse der SED, sie bei der gesamten Bevölkerung bekannt zu machen. Für die Berichterstattung in der SED-Bezirkszeitung war vielmehr die Politbüro-Zugehörigkeit entscheidend.
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