Die sprachliche Zurichtung von Identität in Ingeborg Bachmanns 'Malina'
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Sprache:Deutsch
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
71 (Printausgabe)
Dateigröße
501 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656076551
Komplexität des Romans erahnen und zwingt ihn unweigerlich in die Position des
eigenständigen Interpreten. Je nach Rezeptionserfahrung und den aus dem Text
gewonnenen Erkenntnissen werden unterschiedliche Schwerpunkte und Zugangsweisen
zu einem Deutungsversuch gewählt. So lassen sich im Rahmen der Malina-Forschung
zahlreiche Herangehensweisen - unter anderem sprachphilosophische, psychoanalytische,
strukturalistische oder feministische - ausmachen. Der Hinweis auf die Vielschichtigkeit
von Malina soll das Unterfangen, einen weiteren Interpretationsansatz zu finden,
keinesfalls für sinnlos erklären, sondern lediglich darauf aufmerksam machen, dass eine
Auslegung eben nur eine unter vielen möglichen ist. Da sich Ingeborg Bachmanns Roman
nicht einfach als Geschichte einer äußeren Handlung lesen lässt, ist der Ausgangspunkt
einer jeden Interpretation in der eigensten Erfahrung im Umgang mit dem Text zu suchen:
"Man muß überhaupt ein Buch auf verschiedene Arten lesen können und es heute anders lesen als
morgen."
Bei der Lektüre von Malina fallen als erstes die Erzählschwierigkeiten ins Auge. Mit eben
diesen wird die Arbeit sich zunächst beschäftigen und verdeutlichen, dass sie die
unausweichliche Folge der Verkettung von Identitäts- und Sprachproblematik darstellen.
Der Versuch die tiefgreifende Identitätsbeschädigung in Malina erzählerisch zu
rekonstruieren und den Prozess einer Identitätsfindung zu vermitteln, muss zwangsweise
an die Grenzen der Möglichkeiten des Erzählens stoßen, handelt es sich doch um den
Versuch "einer Artikulation von 'Unerzählbarem'". Inwieweit es Ingeborg Bachmann mit
ihrem Roman letztlich aber doch gelingt, diese Grenze zu überschreiten und zu erzählen,
was nicht erzählbar ist, soll im Rahmen einer Strukturanalyse beleuchtet werden.[...]
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