Roman, Erzählung und Gedächtnis Uwe Johnsons »Jahrestage« vor dem Hintergrund der Poetologie Johnsons und Walter Benjamins
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.01.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
402 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656099178
In dieser »modernen« Herangehensweise an die kulturelle Leistung des »Erzählens«, die so alt sein dürfte wie die Menschheit selbst, sowie in seinen eigenen Überlegungen zum Wesen der romanhaften Literatur an sich (wie in seinem Aufsatz »Vorschläge zur Prüfung eines Romans« niedergelegt) berührte Johnson jedoch gleichsam auch ein Gebiet der - wenn man sie so nennen möchte - »Erzählkritik«.
Die Grundlagen zu dieser Erzählkritik im Angesicht moderner Literatur legte seinerseits Walter Benjamin mit seinem eher philosophisch gehaltenen Essay »Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Nikolai Lesskows« von 1936, in dem dieser den Unterschied zwischen Erzähler und Romancier anhand Lesskows beispielhaft herauszustellen und weiterhin allgemeinkulturell gültig auszuformulieren versucht. Letztliches Ziel von Benjamins Einlassung scheint dabei eine neu formulierte »Theorie des Romans« zu sein - im Hinblick auf Johnsons Werk ist diese Romantheorie besonders interessant, da Benjamin dem modernen Roman die Fähigkeit, in »klassischer« Form zu erzählen, faktisch abspricht. Diesen Kompetenzverlust leitet er aus mehreren kulturellen Paradigmenwechseln her, die jedoch allesamt mit der Moderne einhergegangen seien.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll vorwiegend sein, die Erzählungs- und Romanvorstellungen Johnsons und Benjamins miteinander abzugleichen und mögliche Schnittmengen festzustellen. Abschließend wird der Versuch unternommen, die »Jahrestage« bzw. ihren ersten Band auf Anhaltspunkte hinsichtlich der Romantheorie beider Autoren zu untersuchen. Die Ergebnisse sollten einen Rückschluß auf die Bedeutung des »Erzählers« nach Benjaminscher Diktion für die (post)moderne Literatur im allgemeinen und darin den Roman im besonderen erlauben. Johnsons »Jahrestage«, mehrbändig erschienen ab 1970, sollen hierbei exemplarisch für zeitgenössische Werke großer deutscher Nachkriegsromanciers stehen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice