Die Repräsentation der Frau im Melodrama Imitation of life
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.09.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
187 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640705344
Bereits während des Referates haben wir erwähnt, dass Melodramatik zunächst unter dem Begriff "Bastardgenre" aufkam und das komplette Gegenteil zu der anerkannten, sowie weitverbreiten Tragödie darstellte. Tragödien zeichneten sich aus durch das Merkmal der Fremdbestimmung - das Individuum sei dem göttlichen Willen ausgeliefert; demgegenüber proklamierte das Melodrama eher die Hinwendung zum emotionalen Leiden und der Suche nach individuellen, selbstbestimmten Wegen zur Glückserfüllung.
Die negativ konnotierte Bezeichnung als Frauenfilme, Schmachtfetzen oder Schnulzen bezog sich dabei zunächst weniger auf einen feminin dominierten Plot, sondern viel mehr auf intendierte Gefühlsregungen bei der Audienz. Lange Zeit galt dieses Genre als Synonym für Gefühlskitsch und wurde bis in die 1950er, 1960er Jahre kritisch bis abwertend rezipiert. Im Gegensatz zum klassischen Kino, dessen Fokus auf der dargestellten Handlung liegt, werden im Melodrama eher Zustände und Prozesse dargestellt, die aus Alltagsproblemen erwachsen, wodurch es dem Zuschauer leichter fällt sich einzufühlen und zu identifizieren. Insbesondere der weibliche Spektator fand sich in diesen Stücken wieder, fühlte sich aufgehoben und verstanden- nicht selten beinhalteten Melodramen das unterdrückte Begehren von Charakteren, gezwungene Zurückhaltung in einer Welt dominiert von höheren Mächten (nicht selten wird der Mann als Domino dargestellt), den Kampf um Rechte auf Privatheit und Individualität, sowie Wünsche und sexuelle Begierden. Scheinbar wie geschaffen für einen solchen Alltagsmikrokosmos bietet sich das häusliche Leben der Frauen, an mit all seinen Rechten und vor allem Pflichten. Ab Mitte des 20.Jahrhunderts entwickelte sich die melodramatische Genreabspaltung der Frauenfilme.
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