Sozialisationsvorteile androgyner Menschen
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.05.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
128 (Printausgabe)
Dateigröße
4303 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638373098
Wie werden "Frauen" und "Männer" gedacht und wahrgenommen und wie präsentieren sich die weiblichen oder männlichen Individuen? Welche Eigenschaften werden ihnen zu- oder abgesprochen und in welchen Prozessen vollzieht sich diese Typisierung?
Wissenschaft beginnt damit, dass wir unsere Aufmerksamkeit beschränken indem wir die Grenzen des Bereichs abstecken, innerhalb dessen wir die Wirkungen der wesentlichen Elemente aufzuklären suchen. Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl einen Überblick über die Entstehung von Geschlecht aus verschiedenen Perspektiven zu geben, als auch auf momentane Veränderungen, die unsere Gesellschaft durchläuft, einzugehen. Die facettenreichen theoretischen Bemühungen, Anteile von Weiblichkeit und Männlichkeit zu beschreiben und in Erklärungshypothesen neu zu erfassen, ermöglichen es, Geschlecht als etwas Veränderbares zu begreifen.
In den ersten Kapiteln werde ich mich mit der Konstruktion des Geschlechtsbegriffes beschäftigen. Die zu untersuchende Variable Geschlecht wird sowohl von der evolutionären, der geschichtlichen als auch von der entwicklungspsychologischen Sichtweise beleuchtet. Weiters wird der feministische Klassiker "Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir aufgegriffen. Zur Erklärung der männlich - weiblichen Differenz wird in diesem Kapitel primär auf Theorien der Psychoanalyse zurückgegriffen. Beauvoirs Argumentationen geben allerdings auch kulturtheoretische Einblicke - es bieten sich also sowohl Erklärungen für das kulturelle System der Zweigeschlechtlichkeit als auch Modelle zur Analyse von Sozialisationsprozessen von Mädchen und Jungen an.
Welchem Geschlecht wir angehören ist ein integraler Bestandteil dessen, wer wir sind, wie wir uns selbst erleben, und wie andere mit uns umgehen. Gesellschaften haben schon immer sorgfältig ausgearbeitete Systeme von Glaubensvorstellungen entwickelt, die unter anderem die Aufgabenverteilung kontrollieren.
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