Möglichkeiten und Grenzen der Effizienzsteigerung durch Public Private Partnerships Eine kritische Analyse anhand selbst gewählter Beispiele
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
79 (Printausgabe)
Dateigröße
1132 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640541300
auf der öffentlichen Hand. Dabei wachsen die Anforderungen und der Umfang an die
öffentlichen Leistungen stetig. Verschärft wird die Situation durch die Finanznot der öffentlichen
Haushalte.1 Ein Versuch die Herausforderungen durch eine Auslagerung der öffentlichen
Leistungen im Rahmen von Privatisierungsmaßnahmen zu realisieren, hat sich im Laufe der
Zeit zu einem politischen Reizthema entwickelt. Dabei wird eine wesentliche Problematik im
Verlust von Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten der öffentlichen Hand bei der Realisierung
öffentlicher Aufgaben angeführt. Eine Lösung zum Abbau der Widerstände bietet die Kooperationsform
Public Private Partnership (PPP).2
Der Leitgedanke einer PPP wird in einer Win-Win-Situation für die beteiligten Parteien gesehen.
Für die öffentliche Hand besteht der Vorteil in einer Kostensenkung bei gleichbleibender
oder sogar verbesserter Leistung. Für die privaten Partner eröffnen sich neue und rentable
Geschäftsfelder.3 Der PPP-Ansatz wird bereits seit längerer Zeit von vielen Ländern praktiziert.
Eine besondere Rolle nimmt dabei Großbritannien ein. Dort werden mittlerweile 20%
aller öffentlichen Investitionen über PPP-Projekte realisiert. Auch in Deutschland steigt das
Interesse und die Bereitschaft PPPs vermehrt einzusetzen. Dabei wird das ehrgeizige Ziel verfolgt,
mit dem PPP-Ansatz 15% aller öffentlichen Investitionen in naher Zukunft zu realisieren.
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Trotz aller Euphorie zeigen jüngst gescheiterte PPP-Projekte, dass eine kritische Auseinandersetzung
mit dem Thema unausweichlich ist. Am 18. Juli 2007 meldete das Firmenkonsortium
um Metronet Insolvenz an. Damit war eines der größten PPP-Projekte der britischen Geschichte
gescheitert. Zurück bleibt ein Schaden von ca. 410 Mio. britischen Pfund (GPD) für
den britischen Steuerzahler. Die privaten Partner haben Verluste in einer Größenordnung von
ca. 540 Mio. GBP zu verzeichnen. Die erhoffte Win-Win-Situation hat sich für die beteiligten
Parteien in das Gegenteil gewandelt. Auch in Deutschland sind gescheiterte PPP-Projekte wie
die Warnowquerung bei Rostock und der Travetunnel bei Lübeck zu nennen.5
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