Interessenvertretung in der Europäischen Union Eine Analyse der Zugangsmöglichkeiten wirtschaftlicher Akteure zu den politischen Entscheidungsprozessen der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.05.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
168 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640611553
Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen hat sich auch die Struktur der Interessenvertretung innerhalb Europas grundlegend gewandelt. Aufgrund der stetig zunehmenden Verlagerung von Gesetzgebungskompetenzen auf die europäische Ebene, ist Brüssel für eine gezielte Interessenvertretung heute unerlässlich geworden. Professionelle Interessenvertretung im europäischen Raum findet daher nicht mehr vorwiegend auf nationalstaatlicher, sondern auf europäischer Ebene statt. Es wird davon ausgegangen, dass gegenwärtig mehr als 15.000 Lobbyisten in Brüssel ansässig sind, um ihre partikularen Interessen zu vertreten. In den vergangenen Jahren hat sich die Europäische Union (EU) damit zur weltweit zweitgrößten Lobbyindustrie entwickelt.
Hinzu kommt, dass sich auch die Akteursstruktur der Interessenvertretung grundlegend verändert hat. Es fand bzw. findet ein grundlegender Wandel vom Korporatismus zum professionellen Lobbyismus statt. Die hauptsächlich nationalstaatlich organisierten korporatistischen Akteure waren nicht in der Lage, die im Zuge der Europäisierung erforderliche Anpassungsarbeit zu leisten. Ihnen ist es nicht gelungen, die eigenen Strukturen an die sich stetig europäisierenden Präferenzen ihrer Mitglieder anzupassen und die klassischen Probleme großer Kollektive zu überwinden. Den Interessen einzelner Verbandsmitglieder wurde nur wenig Beachtung geschenkt, da der Konsens aller Mitglieder im Vordergrund stand. Insbesondere international agierende Unternehmen begannen aufgrund dieser verpassten Anpassungsleistung und der ungenügenden Interessenartikulation immer weniger auf traditionelle Verbände zurückzugreifen. [...]
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