Zur Professionalisierung in der Kindertagespflege - Tendenzen und Überlegungen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.02.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
297 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656117506
Seit der OECD-Untersuchung im Jahr 2000 und dem darauf folgendem "PISA-Schock" steht der Bereich der frühkindlichen Erziehung und Bildung unter besonderer Beobachtung. Wolf Singer schreibt dazu: "Falsches oder fehlendes Verständnis von Lernprozessen in frühen Lebensphasen kann zu Versäumnissen in der Erziehung führen, die später kaum mehr durch Bildungssysteme, wie optimiert sie auch sein mögen, wettgemacht werden können" (Singer, 2003, S. 67).
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Voraussetzungen für die Verbesserung von schulischen und sozialen Defiziten von deutschen Schülern besonders in der Elementarbildung liegen. Es hat leider Jahrzehnte gedauert, im Vergleich zu den skandinavischen Ländern, bis man zu der Erkenntnis der großen Bedeutung der frühkindlichen Bildung und Betreuung gekommen ist.
Die neueste Debatte über die Qualität der frühkindlichen Bildung scheint in diesem Zusammenhang mehr als angebracht.
Die Globalisierung und damit verbundenen Veränderungs- und Anpassungsprozesse der Gesellschaft verlangen heutzutage effiziente Aus- und Weiterbildung, die nur auf einer qualitativ guten Elementarbildung aufgebaut werden können (vgl. ebenda).
In diesem Sinne, um den Erfordernissen heutigen Weltgesellschaft gerecht zu werden, bedarf es zunehmend hochqualifizierter Kräfte, vor allem im Elementarbereich.
Mein Interesse für dieses Thema dient in dieser Arbeit dem jahrelang in Deutschland unterschätzten Teil des Systems der frühkindlichen Betreuung, nämlich der Kindertagespflege. Als Ausgangspunkt meiner Überlegungen eignet sich der Bildungsauftrag, zu dessen Erfüllung die Kindertagespflege laut
22 und
23 KJHG verpflichtet ist.
Demzufolge ist eine Tagespflegeperson rechtlich dazu verpflichtet, Ihren Beitrag zur Erziehung und Bildung des Kindes durch eine angemessene Förderung zu leisten.
Von diesem Hintergrund wird die Kindertagespflege mit der öffentlichen Kinderbetreuung gleichgestellt, obwohl sie im Hinblick auf die allgemeine gesellschaftliche Wahrnehmung nur als "Notfalllösung" bzw. "Zusatzprogramm" gilt, und die Frage der Professionalisierung in der Kindertagespflege wird aktueller denn je.
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