Organisation von nichtkonsensuellen Gesprächsformen in unmoderierten Chats
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Sprache:Deutsch
39,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.05.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
260 (Printausgabe)
Dateigröße
29116 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638045377
Eine der beliebtesten Formen CvK ist der Chat. (Vgl. Runkehl et al. 1998: 73) Aus dieser Formulierung sollte aber nicht geschlossen werden, dass es "den Chat" als solchen gibt.
Runkehl et al. (1998) meint hierzu:
"Es zeigt sich [...], daß es sehr unterschiedliche Chats gibt und das Pauschalaussagen über das Chatten, wie man sie allzu häufig findet, problematisch sind." (Runkehl et al. 1998: 81)
Technisch gesehen bestehen drei Chat-Möglichkeiten, die in Kapitel 2 dargestellt werden sollen.
In der linguistischen Forschung, besonders in der Konversationsanalyse, sind mittlerweile einige Arbeiten zu finden, die sich aber zumeist nur mit sprachlichen Phänomenen im Chat beschäftigen. Nach Beißwenger/Storrer (2005) wird dabei jedoch vernachlässigt, dass der Chat eine Kommunikationstechnologie darstellt, die in zahlreichen verschiedenen Bereichen Anwendung findet. (Siehe 2.1) Die untersuchten Chats liegen zumeist ausschließlich im informellen Bereich und können als "Plauderchats" bezeichnet werden. (Vgl. Beißwenger/Storrer 2005: 12)
In Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, wie Kommunikationsteilnehmer unter den medialen bzw. technischen Bedingungen unmoderierter Chats die kommunikative Handlung Dissens bewältigen.
Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit beschränke ich mich auf die Untersuchung unmoderierter Chats, wobei die Ergebnisse zum Teil auch auf moderierte Chats übertragbar sind.
Die Frage ist gesprächsanalytisch interessant, da essenzielle Merkmale von nichtkonsensuellen Gesprächsformen, wie sie z.B. durch Gruber (1996) erläutert werden, im Chat nicht realisierbar sind. Dazu zählen vor allem Phänomene des Sprecherwechsels, wie Unterbrechungen und Überlappungen, aber auch bestimmte Ausdrucksweisen auf para- und nonverbaler Ebene, durch die emotionale Elemente der Kommunikation, denen in nichtkonsensuellen Gesprächsformen eine besondere Bedeutung zukommt, vermittelt werden können.
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