Über die Bestimmung des Gelehrten
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Sprache:Deutsch
2,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.02.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
6 (Printausgabe)
Dateigröße
107 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638608800
Auf die Bestimmung des Gelehrten in der Gesellschaft läuft seine gesamte Vorlesungsreihe hinaus. Gleich zu Beginn der Ersten Vorlesung nennt er seine Absicht: "Ich möchte beantworten, oder vielmehr, ich möchte Sie, meine Herren, veranlassen, sich zu beantworten folgende Frage: Welches ist die Bestimmung des Gelehrten? Welches sein Verhältnis zu der gesamten Menschheit sowohl, als zu den einzelnen Ständen in derselben? Durch welche Mittel kann er seine erhabene Bestimmung am sichersten erreichen?"
Das soll das Ziel sein, das Ergebnis seiner Untersuchung nach der Vierten Vorlesung. Anhand dieser Vorlesung möchte ich Schritt für Schritt entwickeln, wie Fichte den Gelehrten und dessen Bestimmung in der Gesellschaft sieht.
Zu Beginn stellt Fichte die Schwierigkeit, gegenüber den anderen Ständen bescheiden zu bleiben, dar. Ziel eines jeden Standes sei, nach der Erfüllung seiner Aufgabe zu streben. Für den Gelehrten scheint die Erreichung seines Ziels unmöglich, höchstens nähere er sich diesem Ziel an.
Im nächsten Teil stellt Fichte die in der Vorlesungsreihe erarbeiteten Resultate dar.
"Im Menschen sind mancherlei Triebe und Anlagen, und es ist die Bestimmung jedes Einzelnen, alle seine Anlagen, so weit er nur irgend kann, auszubilden. Unter andern ist in ihm der Trieb zur Gesellschaft; diese bietet ihm eine neue, besondere Bildung dar, - die für die Gesellschaft - und eine ungemeine Leichtigkeit der Bildung überhaupt. Es ist dem Menschen darüber nichts vorgeschrieben - ob er alle seine Anlagen insgesamt unmittelbar an der Natur, oder ob er sie mittelbar durch die Gesellschaft ausbilden wolle. Das erstere ist schwer, und bringt die Gesellschaft nicht weiter; daher erwählt mit Recht jedes Individuum in der Gesellschaft sich seinen bestimmten Zweig von der allgemeinen Ausbildung, überlässt die übrigen den Mitgliedern der Gesellschaft und erwartet, dass sie an dem Vorteil ihrer Bildung ihn werden Antheil nehmen lassen, so wie er an der seinigen sie Antheil nehmen lässt; und das ist der Ursprung und der Rechtsgrund der Verschiedenheit der Stände in der Gesellschaft." Diesen Absatz hält Fichte für wichtig, um noch einmal aufzuzeigen, was die Bestimmung des einzelnen Individuums in der Gesellschaft ist. Im folgenden entwickelt Fichte nun die Bestimmung des Gelehrten.
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