Entwicklung und Bruch - Wladimir Tatlin (1885 - 1953) Wladimir Tatlin - ein Künstler des Konstruktivismus am Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.01.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
39 (Printausgabe)
Dateigröße
234 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640802029
unterteilen:
1. Die erste Schaffensperiode Tatlins weist eine gegenständliche Malweise auf und sein Debüt als Bühnen- und Kostümbildner beim Theater.
2. Danach folgt eine Phase, die durch Abstraktion gekennzeichnet ist, wobei die Werke zwischen Malerei und Bildhauerei einzuordnen sind.
3. In der dritten Werkphase beschäftigte sich Tatlin mit der Architektur, wobei nicht die traditionelle Architektur für ihn im Vordergrund stand, sondern das künstlerische Moment vor der Architektur im utilitaristischen Umfeld Vorrang hatte.
4. Die vierte Schaffensperiode Tatlins ist durch industrielle Formgestaltung gekennzeichnet.
In allen Schaffensperioden, außer in der fünften, war Tatlin auch ein Erneuerer der Kunst; er suchte ständig nach neuen Formen der Kunst. Er beschäftigte sich neben Farbstudien, Materialstudien auch mit der Ornithologie und dem Traum des Menschen zu fliegen. Der "Letatlin" bildet den Abschluss in dieser Phase.
5. Im Spätwerk wandte er sich wieder der traditionellen gegenständlichen Malerei zu, wie in der ganz frühen Werkphase; die Farbpalette des Künstlers, die Expressivität seiner Bilder und die Pinselführung spiegeln jedoch eine Veränderung wieder. Parallel zur Entwicklung der Malerei und den folgenden Werken, ist die Handschrift Tatlins auch in seinen Theaterarbeiten zu finden. Farbe, Faktur und Material, Linie und Formgestaltung haben in den Werken besonderen Stellenwert und tragen zur Ausbildung seiner Handschrift bei. Die politisch-ideologische Gesinnung Tatlins spielte in seinen Werken eine besondere Rolle. Unter diesem Aspekt prägte er neue künstlerische Formen und Ideen bis zu der Zeit, in der sich die Malweise wieder der Gegenständlichkeit zuwandte, ohne dass er sich mit den neuen Kunsttheorien des "Sozialistischen Realismus" auseinandersetzte, geschweige denn, sich von den Dogmen der pseudorealistischen Richtung beeinflussen ließ.
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