Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.04.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
1298 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638184571
Jahrhunderts 1) in Konstantinopel. Es ist aus Elfenbein gefertigt und hat das Format 34,2 x
26,6 cm. Das Diptychon ist fünfteilig, wobei nur einer der beiden Flügel erhalten ist und von
diesem das originale rechte Seitentäfelchen fehlt. Nach Richard Delbrueck 2) handelt es sich
bei der erhaltenen Tafel um die hintere des Diptychons. Das Relief war vermutlich bemalt
und mit Edelsteinen, die jedoch größtenteils ausgefallen sind, besetzt.
Der Name des Diptychons bezieht sich auf die Sammlung Barberini in Rom, in der es sich bis
zum Ende des 19. Jh. befand. Kardinal Barberini erhielt das Diptychon im Jahr 1625 von
einem Gelehrten namens Nicolas-Claude Fabri de Peiresc aus Aix-en-Provence als Geschenk.
Man nimmt an, dass sich das Diptychon schon im 7. Jahrhundert in der Provence befunden
hat, da sich auf seiner Innenseite eine Liste mit Namen von Bischöfen des 4.-7. Jahrhunderts
und Königen aus der Zeit von 612-675 aus dieser Region befindet 3). 1899 wurde das
Diptychon bei der Versteigerung der Sammlung Barberini in Paris für den Louvre erworben,
wo es sich auch heute noch befindet (Inv.-Nr. OA. 9063). Das Wort Diptychon kommt aus dem Griechischen und bedeutet "doppelt gefaltet". Seit der
Antike bezeichnete man damit zweiflügelige, zusammenklappbare Schreibtafeln aus Holz,
Metall oder Elfenbein. Die beiden Flügel solcher Diptychen wurden mit Schnüren, Riemen
oder (in späterer Zeit) mit Scharnieren verbunden. Geschrieben wurde mit Griffeln auf einer
Wachsschicht, mit der die Innenseiten der Diptychen überzogen waren. [...]
1) Über die genaue Datierung gibt es leicht differierende Meinungen: Zum Beispiel nennt P. Metz das
Datum 527 n. Chr., während W. Telesko 540 n. Chr. angibt: Peter Metz, Elfenbein der Spätantike,
München, 1962, S. 32; Werner Telesko, Studien zu den Bildquellen des sogenannten Barberini-
Diptychons in Römische Historische Mitteilungen, 41. Band, Wien 1999, S. 371.
2) Richard Delbrueck, Die Consulardiptychen und verwandte Denkmäler, 1929, S 20; S 193; S 188,
N48: "Der Deckel war der hintere eines Diptychons, da auf der linken Seite unter der Mitte sein
Rahmen leicht eingezogen und an der oberen Kante abgerundet ist; das Scharnier saß also an dem
verlorenen rechten Teilstück."
3) Wolfgang Fritz Volbach, Elfenbeinarbeiten der Spätantike und des frühen MA, 1976, S. 47; Peter
W.Hartmann, Elfenbeinkunst, Wien, 1998, S. 41
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