Wladislaw Szpilman: Der Pianist. Kämpfender Überlebender und überlebender Kämpfer
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.03.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
340 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638354363
Eine Schlüsselszene findet sich auf dem Umschlagplatz, wo die Gettoinsassen auf ihre Deportation warten. Eine Diskussion zwischen Szpilmans Vater und einem Zahnarzt wird wie folgt beschrieben:
""Das ist eine Schande für uns alle!", schrie er beinah. "Wie Schafe lassen wir uns in den Tod führen! Wenn wir uns, eine halbe Million Menschen, auf die Deutschen stürzten, könnten wir das Getto sprengen oder wenigstens so sterben, dass wir nicht zum Schandfleck der Geschichte werden!"
Vater hörte zu. Halb schüchtern, halb gutmütig lächelnd, zuckte er leicht die Achseln und bemerkte:
"Und woher wollen Sie so genau wissen, dass sie uns alle in den Tod befördern?"
Der Zahnarzt klatschte in die Hände:
"Natürlich weiß ich das nicht! Woher auch! Die werden uns das gerade verraten, aber mit neunzigprozentiger Sicherheit kann man sagen, dass sie uns alle ausrotten wollen!"
Vater lächlte wieder, als sei er nach dieser Antwort noch selbstsicherer.
"Sehen Sie", sagte er und umfasste mit einer breiten Geste die Menge auf dem Umschlagplatz,"wir sind durchaus keine Helden! Wir sind ganz gewöhnliche Menschen, und deshalb ziehen wir das Risiko vor, auf die zehn Prozent Lebenschance zu hoffen..."" (Szpilman, Wladislaw: Der Pianist. Mein wunderbares Überleben. Aus dem Polnischen von Karin Wolff. Ullstein Verlag, München, 2002. S. 99-100)
Diese Szene beinhaltet alle Themen die ich in meiner Arbeit aufgreifen will. Haben die Juden sich nicht genug gewehrt und wie Schafe abführen lassen? Wo beginnt Widerstand? Waren unter ihnen wirklich keine Helden? Wie kann die Hoffnung auf Leben für einen Menschen noch immer bestehen, wenn er alles andere bereits verloren hat?
Diese Arbeit versucht vor allem diese Fragen zu beantworten und heraus zu finden ob Wladyslaw Szpilman ein Überlebender ist, der auf Hoffnung gebaut hat, oder ein Held, der um sein Leben gekämpft hat.
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