Denken und soziale Praxis - ein Vergleich der Ansätze in Horkheimers Aufsatz "Traditionelle und Kritische Theorie" sowie in Horkheimers / Adornos "Dia
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.03.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
379 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640872725
Die Entwicklung der Menschheitsgeschichte wird alleinig auf den Entfaltungsprozess der Umarbeitung und Beherrschung der Natur zurückgeführt. Die kT weiß allerdings im Gegensatz zur tT um die Logik der gesellschaftlichen Entwicklung. Dieses "kritische Verhalten" des Subjekts steht dabei in bewusster Opposition zur Gesellschaft mit ihrer gemeinschaftlichen Organisation der Produktivkräfte, aber auch der daraus resultierenden und darauf aufbauenden Kultur. Träger dieses Verhaltens ist dabei nicht die gesellschaftliche Klasse des Proletariats an sich, sondern der "oppositionelle Intellektuelle und Theoretiker". In der gemeinsam mit Adorno 1947 veröffentlichten "Dialektik der Aufklärung" (DA) wurde die kritischen Theorie als Kritik an der Moderne und vor dem Hintergrund der Schrecken des Faschismus und des Krieges weiterentwickelt. Dabei stehen das "Projekt der Aufklärung", ihre bewirkte Zerstörung des Mythos und die "Pathologien der modernen Gesellschaften ... [als Ergebnis] der Verfallsgeschichte der abendländischen Rationalität" (Hetzel 2001: 150) im Mittelpunkt der Betrachtungen. Dabei entzaubert die Aufklärung die Welt durch Dekonstruktion religiöser Vorstellungen und Institutionen. Soziale Praxis wird hierbei durch Horkheimer/Adorno vor dem Hintergrund der damaligen geschichtlichen Erfahrungen negativ in Bezug auf die Vernunft, die eine instrumentelle Vernunft darstellt, interpretiert und daraus dementsprechend die Fähigkeit zur Entwicklung normativer Kriterien für die gesellschaftliche Entwicklung sowie positive Inhalte der Aufklärung abgesprochen. Sah Horkheimer in "Traditionelle und kritische Theorie" noch das positive gesellschaftsverändernde Potenzial eines "kritischen Denkens" und "kritischen Verhaltens", so ist dies in der "Dialektik der Aufklärung" einem völlig negativistischen Verständnis sozialer Praxis gewichen.
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