Die Interessenvermittlung französischer Bauern in der V. Republik im Rahmen der Theorie von Clive S. Thomas zum Verhältnis von Parteien und Interessen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
326 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640571567
historischen Gründen heute besonders Frankreich profitiert, und die von Zeit zu Zeit
auftretenden spektakulären bis gewalttätigen Proteste französischer Bauern haben den
französischen Agrarsektor vor allem in der Vergangenheit ins Licht der Öffentlichkeit
gerückt. Erstaunlich scheint, dass diese oft illegale und wohl gerade deshalb medienwirksame
Art, ein landwirtschaftlich motiviertes Anliegen vorzubringen, in Frankreich
mitunter von Erfolg gekrönt ist und meist von staatlicher Seite toleriert wird.
In der vorliegenden Arbeit soll also geklärt werden, ob es tatsächlich zutrifft, dass der
französische Agrarsektor in der V. Republik, wie in Clive S. Thomas Typologie zum
Verhältnis zwischen Parteien und Interessengruppen in liberalen Demokratien
beschrieben, eher zum Kooperationsmodel im Verhältnis von Parteien und Interessengruppen
tendiert, denn:
"In fact, by deduction from existing studies, the vast number of interest groups in any
society likely have no or very little contact with political parties and seek political
influence through other channels."
Literatur zum politischen System der V. Republik, zu einzelnen Parteien und zur
Landschaft der Interessengruppen im Allgemeinen - lediglich im Sinne einer
Beschreibung ihrer Ziele und Ideologien - ist reichlich vorhanden, landwirtschaftliche
Interessengruppen dagegen werden meist undifferenziert als eine agrarische Bewegung
entweder im europäischen Kontext dargestellt oder im nationalen Vergleich mit anderen
Interessengruppen behandelt. Zudem werden die Beziehungen der Gruppen zum Staat
bei ihrer Beschreibung meist vernachlässigt, von Parteien ganz zu schweigen. Die
aktuellste empirische Studie hierzu - wieder auf das gesamte Spektrum der Interessengruppen
bezogen - liefert Wilson, allerdings liegt auch sein Interesse auf der Interaktion
zwischen Gruppen und Staat, während einzelne Parteien kaum erwähnt werden. Somit
mussten die hier angeführten Daten aus verschiedenen Quellen zusammengefügt
werden, die landwirtschaftliche Gruppen immer nur als Teil einer Gesamtdarstellung
des Themenbereichs Interessenverbände abhandeln und Parteien wenig Aufmerksamkeit
schenken.
Die Untersuchung der Agrarverbände beschränkt sich aus praktischen Gesichtspunkten
auf die größten und einflussreichsten...
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