Rezension
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, in künftigen Forschungen die Gewalt gegen Männer angemessen zu berücksichtigen und den Zugang zu Hilfemöglichkeiten zu erleichtern.
Soziale Arbeit 10/2007
Ludger Jungnitz, Hans-Joachim Lenz, Ralf Puchert, Henry Puhe und Willi Walter ist mit dieser Veröffentlichung ein hervorragender Blick auf die Vielseitigkeit des Themas "Gewalt gegen Männer" gelungen. Mit großer Gründlichkeit haben sie eine Basis für weitere Forschung und Diskussion geschaffen. Es ist ihnen obendrein gelungen eine polarisierende Haltung in der geschlechterpolitischen Verortung zu vermeiden. Kurz gesagt: inhaltsreich und konstruktiv - Gratuliere!
Die vorgestellte Studie greift in ihrer Vielfältigkeit ein Thema auf, welches in der Gesellschaft sowie auch in der Wissenschaft primär durch eine kontroverse, ideologische und an Geschlechtsstereotypen orientierte Diskussion bestimmt ist, und weniger durch spezifisches, gesichertes Wissen. Zu wünschen ist, dass im Hinblick auf eine bessere Bewältigung und Aussprache von Gewalterfahrungen von Burschen und Männern die vorliegende Studie zu einer differenzierteren gesellschaftlichen Diskussion und zu einer stärkeren Berücksichtigung in wissenschaftlichen Konzepten und Studien führt, um die bestehenden Wissenslücken aufzufüllen.
beziehungsweise. Informationsdienst des Österreichischen Instituts für Familienforschung 14/2007
... beeindruckende Ergebnisse zu diesem bekannten, aber weitgehend "unsichtbaren" Phänomen ... Pädagogisch relevant werden die Ergebnisse nicht zuletzt dort, wo erkennbar ist, dass die Männer erheblichen Lernbedarf beim Umgang mit eigenem und fremdem Leiden haben. "fühlen lernen" heißt das Gegenprogramm zum Aushalten und stummen Erleiden.
PF:ue 5/2007
Als erfreulich kann festgehalten werden, dass sich die Autoren dieses Buches einer durchweg verständlichen Sprache bedienen und auf Soziologen-Kauderwelsch und allzu abgehobenes Wissenschafts-Chinesisch verzichten.
Umweltjournal.de
Pflichtlektüre aller, die in der kirchlichen Männerarbeit tätig sind.
A.R. Mann in der Kirche 1/2007