Öffentliche Erziehung - Problemfelder "Bildungssysteme und Sozialisationsinstanzen im innerstaatlichen und internationalen Vergleich: Das deutsche und französische Bildungswesen im Vergleich"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.02.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
181 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640833566
Dieser Auszug stammt von der kommissarischen Schulleiterin der Rütli Hauptschule Neu-kölln, Berlin, aus dem Jahr 2006 und beschreibt die damals herrschenden Unterrichtsverhält-nisse. Die Reaktionen auf den erst später öffentlich gemachten Brief waren lange Zeit beherr-schend in den Medien. Geblieben sind Reformvorschläge, erste Änderungen und vor allem eine Menge Fragen: "[...]Wer ist für welchen Erziehungsauftrag zuständig, was leisten bzw. sind Familie und Schule in der Lage zu leisten, welche Ansprüche werden gegenseitig erhoben und wie ist eine aufeinander bezogene Erziehung in Familie und öffentlichen Institutionen umzusetzen" (Ecarius, Groppe, Malmede 2009, S.7)?
Diese Fragen beschäftigen das öffentliche Interesse vielleicht erst seitdem Medien und Politik die maroden Hauptschulen der Republik als intervenierungsbedürftige Systeme erkannt haben, in der Forschung hingegen werden Problemfelder der öffentlichen Erziehung nicht erst aber spätestens seit PISA 2000 diskutiert. Die Erkenntnis, dass Deutschland im oberen Leistungs-bereich durchschnittliche Ergebnisse erzielte, die höchsten Kompetenzstufen von nur 9% der Schüler erreicht wurden und die Schüler insgesamt im internationalen Vergleich eher im unteren Mittelfeld angesiedelt sind, lies mit dem gekränkten Selbstverständnis der Deutschen die Rufe nach Reformen laut werden, es wird eine Bildungsmisere konstatiert (vgl. Holz 2003, S.3). Der Mythos vom Land der "Dichter und Denker" , wie er Anfang des 19. Jahrhunderts von der französischen Schriftstellerin und Baronin Germaine de Staël geprägt wurde, ist nun endgültig zerstört.
Nun ergeben sich als Ansatzpunkte für Veränderungen in der Förderung des Nachwuchses hauptsächlich 2 Sphären: Die privaten Haushalte und die Institutionen der öffentlichen Erzie-hung. Probleme ergeben sich mit der Frage nach der jeweiligen Umsetzbarkeit von Reformen. So ist es wesentlich schwieriger und komplexer, steuernd in familiale Erziehung einzugreifen, als den Raum der öffentlichen Erziehung normativ zu gestalten. Hinzu kommen Spannungen, die auch im Verhältnis der Institutionen zueinander entstehen. Forschung und Politik stehen..
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