Untersuchungen über die Auswirkungen anhaltenden Stehens auf psychische Leistungen
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.1966
Abbildungen
mit 20 Abbildungen
Verlag
VS Verlag für SozialwissenschaftenSeitenzahl
76
Maße (L/B/H)
24,4/17/0,5 cm
Gewicht
156 g
Auflage
1966
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-663-06545-6
Im Rahmen der arbeitswissenschaftlichen Forschungsarbeiten konnte wiederholt der Nachweis geführt werden, daß die menschliche Leistungsfähigkeit neben den konstitutionellen, dispositionellen und äußeren Faktoren auch von der Körper stellung am Arbeitsplatz abhängt. Der Einfluß der Variablen »Körperstellung« zeigte sich z. B. in einer Gegenüberstellung der Energieumsatz-und Pulsfrequenz werte bei Putzarbeiten (Gießerei) in aufrechter und gebückter Körperstellung. SCHOLZ [22] konnte nachweisen, daß bei der gleichen Tätigkeit in stark gebeugter Haltung ein Energieumsatz von 4,7 kcal/min effektiver Tätigkeitszeit auftritt, dem ein solcher von 3,5 kcaljmin bei aufrechter Arbeitshaltung gegenübersteht. In der Arbeitspulsfrequenz drückte sich der Unterschied der Körperstellungen im Ver hältnis 100% (gebeugt) zu 80% (aufrecht) aus. Die Ursachen für den gesteigerten Energieumsatz bei körperlichen Zwangs haltungen sind nach LEHMANN [9] darin zu sehen, daß z. B. beim Stehen in gebeugter Stellung ein größerer Anteil an Versteifungs- und Balancierarbeit anfällt. »Der Körper befindet sich im labilen Gleichgewicht, das nur durch ein dauerndes, automatisch erfolgendes Balancieren und Ausgleichen der Verschie bungen, die durch jede Bewegung entstehen, aufrechterhalten werden kann« ([9], S. 163). Mit dieser »Balancierarbeit« kann zweifellos auch z. T. die von SCHOLZ gefundene erhöhte Pulsfrequenz bei stehender Arbeit in gebeugter Körperstellung erklärt werden. Wesentlicher jedoch für den Pulsanstieg dürfte die mit der »Ver steifungsarbeit« einhergehende statische Muskelbelastung sein. Hier waren es ins besondere die Arbeiten von E. A. MÜLLER und seines Arbeitskreises, die den Zusammenhang zwischen statischer Muskelarbeit und Herztätigkeit aufwiesen [12,13,14,15,17,18,19].
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