Sprache und Schrift als Ausdruck nationaler Identität Antikoloniale Propaganda mithilfe europäischer Sprachen und lateinischer Schrift am Beispiel der Philippinen.
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.10.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-51385-8
Im mittelalterlichen Europa wurden wissenschaftliche Werke vorwiegend in lateinischer Sprache verfasst, die das ungebildete Volk sowieso nicht lesen konnte. In der frühen Neuzeit wurde in vielen europäischen Königs- und Fürstenhäusern französisch gesprochen. Die eigentliche Sprache des Volkes existierte dagegen hauptsächlich als gesprochene Sprache ohne Schriftform.
In der Kolonialzeit, beginnend im späten 15. Jahrhundert, führten die jeweiligen Kolonialherren in ihren Kolonien die eigene (Landes)Sprache ein, welche von der ansässigen Bevölkerung natürlich nicht verstanden wurde. Die Sprachen der Einheimischen waren weder in der Verwaltung noch in sonstigen Bereichen des öffentlichen Lebens von Bedeutung. Erst mit dem Aufkommen des Nationalismus im 19. Jahrhundert - zunächst in Europa, später auch in den Kolonien Afrikas, Südamerikas und Asiens - erhielten die Volkssprachen ihre heutige wesentliche Bedeutung als nationale Identifikationssymbole und dienten zunächst den nationalen Bewegungen zur Kommunikation und Verbreitung ihrer Gedanken und Ziele, später schliesslich den neuen Nationalstaaten als Landessprachen.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Sprache und Schrift in der nationalen antikolonialen Bewegung auf den Philippinen im späten 19. Jahrhundert. Dabei soll vor allem dargestellt werden, auf welche Art und Weise in diesem Falle die spanische Sprache Organisationen wie der Liga Filipina als Transportmedium zum Erreichen der philippinischen Bevölkerung diente.
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