Kinderarmut im Wohlfahrtsstaat Deutschland
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.02.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
342 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656125730
auch im Sozialstaat Deutschland existent. Die Anzahl der in Deutschland geborenen Kinder
hat sich von 1,325 Millionen im Jahr 1965 auf 675.000 im letzen Jahr nahezu halbiert.
Zugleich erhöhte sich der Anteil der Kinder, die auf sozialpolitisches Transferleistungen wie
Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld II angewiesen sind, auf das Sechzehnfache. Die
Erwerbsquote von Müttern stieg von 1960 bis heute um fast 60 Prozent und sollte somit die
materielle Situation der Familien verbessern. Auch die Ausweitung des Kindergeldes und die
Einführung von Elterngeld und Kinderzuschlag verhinderten nicht, dass Anfang 2008 1,8
Millionen Kinder (knapp 14 Prozent) unter 15 Jahren in Deutschland als arm galten. Auch
die neueste Untersuchung der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung) belegt, dass die Bundesrepublik zehn bis 20 Prozent mehr Geld für Kinder als
die meisten Industriestaaten ausgibt und trotzdem die Kinderarmutsquote über dem OECDDurchschnitt
liegt.
Damit gehören Kinder und Jugendliche zur am meisten von Armut betroffenen
Altersgruppe. In der Sozialwissenschaft entstand der Ausdruck der "Infantilisierung" der
Armut.
Wo liegen die Ursachen in dieser widersprüchlichen Entwicklung? Warum ist ein
reiches Land wie die Bundesrepublik nicht fähig, das Armutsrisiko zu verringern?
Dabei erfährt die Armut bei Kindern einen Sonderstatus, da sie sich nicht selbst aus
ihrer Bedürftigkeit befreien können und Kinderarmut Auswirkungen auf die
gesellschaftlichen und ökonomischen Chancen im Erwachsenenalter hat. Hieraus wird
ersichtlich, dass die Bekämpfung von Kinderarmut ein hohes Ziel darstellen sollte und es
stellt sich die Frage, welche Strategien zur Reduzierung der Kinderarmut bestehen.
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