Variationen über den Körper Eine filmwissenschaftliche Untersuchung der Kopf- und Körperdeformationen in David Lynchs "Eraserhead", "The Elephant Man" und "Lost Highway" im Kontext philosophischer und kunstwissenschaftlicher Bildtheorie
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Sprache:Deutsch
36,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
122 (Printausgabe)
Dateigröße
2844 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656076056
Woher kommen die Motive, die in beinahe allen denkbaren Variationen in seinem mittlerweile umfassenden OEuvre auftauchen? Die Stabilität und Ganzheit des menschlichen Körpers, der im Bildraum sowohl das Fleisch wie auch den Hüter oder das fremde Außen der Seele repräsentiert, wird in einer konkreten Strategie von allen Seiten aus infrage gestellt.
David Lynch ist seit den späten 70er und frühen 80er Jahren eine stete Größe des amerikanischen Independentfilms. Generell lassen sich seine Filme jedoch nicht einem bestimmten Genre oder einer konkreten Kategorie zuweisen und stellen mehr eine Methodik avantgardistischer Formauflösung dar, "da sie sich mit allen Schwächen und Krankheiten unserer Kultur auseinandersetzen."
Eine grundlegende theoretische Annäherung an die philosophische, psychologische und filmwissenschaftliche Bedeutung der Körperdarstellung und -wahrnehmung ist Ausgangspunkt der Analyse des deformierten Körpers, mit einem Fokus auf den Kopf. Anders als beim klassischen Hollywoodfilm, bei dem eine kausallogische Narration, eine aristotelische Dramaturgie und klare Figurenpsychologie dominieren, sind die filmischen Werke Lynchs nicht auf oberflächlicher Ebene einer filmwissenschaftliche Analyse greifbar.
Der Argumentation vorangestellt ist eine allgemeine Zusammenfassung der Merkmale des "Universum Lynch." Im Zuge dessen soll auch das Problem des Autors und seine eigene Mystifizierung infrage gestellt werden. So sind sowohl die Dementierung von weit reichenden kunst- und filmhistorischen Einflüssen als auch die Verweigerung jeder Intention oder Interpretation des Künstlers nur zwei Hauptmerkmale des Mythos, den David Lynch um sich geschaffen hat. Des Weiteren ist eine Auseinandersetzung mit der filmischen Abstraktion und einer postmodernen Ästhetik grundlegend insofern, als neben der Abkehr von klassischer Narration und eindeutiger Semiologie die Dominanz eines konkreten Motivs sowohl die Grundstruktur des filmischen Arbeitens wie auch das individuelle Wirkungspotenzial beim Zuschauer verändert.
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