Augustins Friedensbegriff und die Lehre vom gerechten Krieg
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.06.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
3386 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640939732
Im ersten Hauptteil dieser Arbeit wird Augustins Friedensbegriff näher vorgestellt. Demnach streben alle, Gute wie Böse, nach Frieden. Nach Augustinus liegt es in der Natur des Menschen, dass ihm Frieden teuer sei und es gebe niemanden, der keinen Frieden haben wolle. Dennoch gebe es aber schon immer Kriege. Denn Kriege seien mitunter notwendig, um zum Frieden zu gelangen. Krieg ist nach Augustinus also Mittel zum Zweck, niemals jedoch Selbstzweck.
Im zweiten Hauptteil wird zunächst über die Lehre des gerechten Krieges, die es seit alters her gibt, berichtet. Zunächst werden die Positionen der antiken Philosophen und Autoren Aristoteles (384-322 v. Chr.) und Cicero (106-43 v. Chr.) zum gerechten Krieg aufgezeigt, dann auf die Sichtweise des Neuen Testaments und auf die christlichen Schriftsteller Tertullian (121-180 n. Chr.) und Origines (185-253 n. Chr.) eingegangen. Im Mittelpunkt stand damals die Frage, ob ein Christ weiterhin Soldat bleiben dürfe. Anschließend wird die Lehre von Augustinus (354-430 n. Chr.) vorgestellt.
Nachdem Kaiser Konstantin der Große im Jahre 313 durch das Toleranzedikt von Mailand den Christen die freie Religionsausübung garantiert hatte und es zum Aufstieg des Christentums innerhalb des Römischen Reiches kam, musste das Verhältnis von Christentum und Kriegsdienst neu überdacht werden. Es ging um Fragen, ob Kriege überhaupt erlaubt seien, wann ein Krieg gerecht sei und wie sich die Stellung des Christen zum tatsächlichen Kriegsdienst verhalte. Es ist das große Verdienst von Augustinus, mit seiner Beurteilung des Krieges das Abendland für über ein Jahrtausend wesentlich geprägt zu haben. Dabei übernimmt er weitgehend antike Elemente der Lehre des gerechten Krieges, transformiert sie jedoch zu einem neuen christlichen Weltbild. Das Ideengut Augustins über die Lehre vom gerechten Krieg blieb bis zum Ende des Mittelalters Grundlage aller Aussagen zu dieser Problematik.
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