Die Säkularisation 1803 als Folge der Aufklärung - Auswirkungen auf Gesellschaft und katholischen Klerus
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.10.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
194 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638561846
Doch scheinen im Vergleich zu den Ereignissen um das Jahr 1803, welche hier Thema sein sollen, diese Schwierigkeiten recht gering. Man stelle sich die Reaktion der Öffentlichkeit vor, wenn heutzutage nicht nur augenscheinlich von heute auf morgen jahrhundertealte Bildungseinrichtungen geschlossen würden, sondern darüber hinaus die Bundesrepublik Deutschland ihrer Souveränität als unabhängigem europäischen Staat aufgrund fremder Anordnung beraubt und einem Nachbarstaat- zum Beispiel Polen- angegliedert würde. So ungefähr stellte sich das Szenario in der Folge des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 in die heutige Zeit übertragen dar. Natürlich sind die Ausgangslagen nicht wirklich vergleichbar, aber aus der Sicht des heutigen Völkerrechts wurden souveräne Staaten aufgelöst und annektiert.
Wie es zu diesem Ereignis kam, ob es, nun über 200 Jahre zurückliegend, tatsächlich einen signifikanten Wandel einleitete und inwiefern es sich auf die gesellschaftliche Position des "Objektes" der damaligen Geschehnisse auswirkte, soll Betrachtungsgegenstand der vorliegenden Arbeit sein.
Es wird im Folgenden zunächst einmal die Ausgangslage der Kirche im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (HRRDN) vor 1803 skizziert und anschließend die geistigen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt werden, die zu den Ereignissen um das Jahr 1803 führten. Letzterem vorweg soll eine Festlegung entscheidender Begriffe gehen, um dann zu beleuchten, welche Konsequenzen die auf den ersten Blick recht tief greifenden Umwälzungen jener Geschehnisse auf die Stellung der Geistlichkeit als eine der althergebrachten "Eliten" (falls sie als eine solche bewertet werden kann) hatte.
Wichtig hierbei ist anzumerken, dass sich geschilderte Entwicklungen und Begebenheiten kaum in Gänze auf das gesamte Reich übertragen lassen, was allein schon dessen Zusammensetzung aus einer großen Zahl kleiner und Kleinst- Staaten geschuldet ist. Vielmehr soll versucht werden, breitere Strömungen aufzuzeigen, ohne dass der Anspruch erhoben wird, dass die dargestellten Abläufe in dieser Form in allen Teilen des Reiches stattfanden.
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