GULag. Der stalinistische lager-industrielle Komplex an der Kolyma und der Beitrag Varlam salamovs gegen das Vergessen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.10.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
641 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656522515
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars "Raum(ge)schichten Osteuropas, 18.-20. Jahrhundert" mit der punitiven und ökonomischen Durchdringung des Raumes an der Kolyma im Zuge des Aufstiegs der "Stalin-Ära", der Wandlung des Raumes zum separierten "industriellen Lagerkomplex" bis hin zur schrittweisen Auflösung des "Sondergebietes" im Rahmen der "Tauwetterperiode". Der vollständigen Umwandlung des Raumes in politischer, wirtschaftlicher und mentaler Hinsicht wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der spezielle Fokus liegt im Anschluss an die Institutionsgeschichte auf der Raumwahrnehmung in der Literatur Varlam salamovs, wobei sowohl auf die spezifische Lagerterminologie hinsichtlich der Raumempfindung als auch auf den "raumlos" wirkenden Stil der "neuen Prosa" des Schriftstellers eingegangen wird. Abschließend bleibt nach einer teilweisen literaturwissenschaftlichen Analyse der "Erzählungen aus Kolyma" zu klären, welchen Stellenwert das Werk salamovs im Rahmen der Verdrängungsmechanismen nach der Umgestaltung des "Sondergebietes" zur regulären oblast' einnimmt.
Vor dem Hintergrund des Seminars, welches die räumlichen Aspekte der geschichtlichen Welt in das Zentrum der Betrachtung rückt, soll auch der vorliegenden Arbeit der "Raum" als Maßstab der Analysen dienen. Die "Raum-Formel" des Geografie-Historikers Hans-Dietrich Schulz, "Räume sind nicht, Räume werden gemacht!" , gilt somit als Ausgangsbasis für alle Überlegungen, welche der vorliegenden Arbeit zugrunde liegen.
Bei der Verwendung von Sekundärliteratur zur Thematik wurde hauptsächlich auf die Aufsätze der Themenhefte "Aufbruch aus dem GULag?" und "Das Lager Schreiben. Varlam salamov und die Aufarbeitung des Gulag" zurückgegriffen. Die insgesamt berücksichtigten Sekundärwerke sind alle nach der Öffnung der russischen "GULag-Archive" verfasst worden und reihen sich somit in den Kreis der wissenschaftlich fundierten und archivgestützten Literatur ein.
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