Bewegtbild auf Nachrichtensites: Neuer Journalismus oder alter Hut? Eine dreistufige explorative Analyse der inhaltlichen und formalen Merkmale von SPIEGEL Online Video auf Basis eines Vergleichs mit ARD Tagesschau und RTL aktuell
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
146 (Printausgabe)
Dateigröße
2221 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640898183
Zudem galt es, ein Qualitätsprofil des Ressorts SPIEGEL Online Video zu skizzieren und in nutzungsspezifischer Hinsicht einen Zusammenhang zwischen dessen Angebot und Nachfrage zu diskutieren.
In einem ersten Schritt wurde in einer quantitativen Inhaltsanalyse das Angebot von SPIEGEL Online Video mit den Hauptnachrichtensendungen der ARD Tagesschau (20 Uhr) und RTL aktuell (19.30 Uhr) verglichen. In einem Untersuchungszeitraum von vier Wochen wertete der Autor so mehr als 1300 Nachrichten-Videos aus.
Anschließend wurden der Chefredakteur von SPIEGEL Online sowie die CvDs des Video-Ressorts in einem ausführlichen qualitativen Leitfadeninterview befragt. Zudem galt es, die Nutzungsdaten der inhaltsanalytisch ausgewerteten Videos von SPIEGEL Online zu analysieren.
- Nackte Stewardessen, Raser auf der Reeperbahn und ein mysteriöser Mordvorwurf aus dem Jenseits - das waren im Frühjahr 2009 die Top-Videos auf Deutschlands reichweitenstärkster Nachrichtensite SPIEGEL Online.
Jedes der drei kurzen Filmchen generierte innerhalb eines Monats mehr als 400 000 Page Impressions. Klassische Nachrichten-Videos aus Politik und Wirtschaft hingegen kamen nicht einmal auf die Hälfte dieser Klickzahlen. Kurz, boulevardesk und belanglos - sieht so etwa das von Medienwissenschaftlern häufig beschworene neue Zeitalter internetbasierter Video-News aus?
"Keineswegs!", meint SPIEGEL Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz. Er will mit seiner über die Jahre sukzessiv ausgebauten Bewegtbild-Sparte "kein Fernsehen im Internet machen", sondern die audiovisuellen Nachrichten ganz im Sinne der Marke SPIEGEL gestalten und dabei nicht hinter journalistische Standards zurückfallen. Täuscht nun etwa der erste Blick auf die Nutzungszahlen des Markführers? Wodurch zeichnet sich das weboriginäre Angebot von SPIEGEL Online Video denn eigentlich aus? Haben sich dort - im Vergleich zu Fernsehnachrichten - bereits neue technikgetriebene Vermittlungsformen journalistischer Inhalte herausgebildet und wie verhalten sich redaktionelles Selbstverständnis und tatsächliches Nutzungsverhalten zueinander?
Fazit: Webbasierte Nachrichten-Videos konvergieren weitestgehend substitutiv mit Fernsehnachrichtensendungen...
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice