Die kulturelle Bedeutung des Rogue Im Spannungsfeld zwischen Fakt und Fiktion
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.05.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
195 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656194088
Hierfür wird es zunächst notwendig sein, den Begriff Rogue näher zu definieren. Geprägt wurde er in den 1560er Jahren in England, zum ersten Mal verwendet hat ihn vermutlich Thomas Harman. Dieser setzte die Bezeichnung Rogue zur Beschreibung von Landstreichern ein, die sich verkleideten, ihre rhetorischen Fähigkeiten zu ihrem Vorteil einsetzten und sich selbst in der Öffentlichkeit als gesetzestreue Bürger erscheinen ließen. Mit der Zeit wurde der Rogue zu einer Art Sammelbegriff für eine Vielzahl von sozial Ausgegrenzten und Geächteten, umfasste also das gesamte Spektrum der Gesetzlosen, vom ländlichen Vagabunden bis zum urbanisierten Trickbetrüger.
In Folgenden werde ich die polysemantische Aufladung des Begriffs insofern begrenzen, indem ich die Bezeichnung Rogue allein in ihrer ursprünglichen Bedeutung verwende - und damit auch in Abgrenzung zum gemeinen Landstreicher. Zudem verzichte ich auf eine Übersetzung ins Deutsche, da die gängigen Synonyme Schurke, Gauner oder Spitzbube dem Rogue mit all seinen Facetten meiner Meinung nach nicht sehr nahe kommen.
Meine Untersuchung stützt sich in erster Linie auf drei Bücher: "Elizabethan Rogues and Vagabonds" von Frank Aydelotte, in dem der Autor sich zunächst mit den Ursachen und Formen der Landstreicherei auseinandersetzt, um sich dann den Gegenmaßnahmen des Staates in Form von Gesetzen zuzuwenden und schließlich auf die sogenannten Rogue Pamphlets eingeht. In "The Elizabethan Underworld" von A.V. Judges findet sich eine Auswahl dieser Pamphlets. "Rogues and Early Modern English Culture" ist ein aus mehreren Essays bestehender Sammelband, der sich dem Thema aus einer theoretischeren Perspektive widmet.
Zunächst wird es für das Verständnis unerlässlich sein, kurz auf den historischen Zusammenhang einzugehen, indem sich der Rogue bewegt. Im Anschluss daran werde ich Ursachen für sein Auftreten auf der Bühne der Geschichte ausgerechnet im England des 16. Jahrhunderts aufzeigen, um dann anhand von Beispielen seine bis heute andauernde kulturelle Bedeutung zu erklären. Abschließend gehe ich auf den Rogue als literarische und historische Figur ein und versuche dies anhand einer Quelle, dem "Blackbook Messenger" von Robert Greene, zu vertiefen.
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