Der Handel mit Sklaven in Afrika im Zuge des Transatlantischen Dreieckshandels Ausgangsbedingungen - Ablauf - Auswirkungen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.04.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
1981 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656164302
auch immense Auswirkungen auf einen anderen Erdteil, nämlich auf Afrika. Durch die sich
etablierende Wirtschaftsform der Plantage mit einem hohen Arbeiterpotential und dem
Aussterben großer Teile der indigenen amerikanischen Bevölkerung wurden über
Jahrhunderte Millionen von Schwarzafrikanern nach Amerika verschifft und dort als Sklaven
ausgebeutet. In Folge entwickelte sich der so genannte Transatlantische Dreieckshandel, bei
welchem Waren von Europa nach Afrika, von Afrika nach Amerika und schließlich von
Amerika wieder nach Europa verschifft wurden. Die Schiffe waren dabei nie leer, tauschten
eine Ware gegen die andere und kamen schließlich mit Waren aus Amerika in Europa an und
verkauften diese dort für einen großen Gewinn. Abbildung 1 im Anhang (ist in Downloaddatei enthalten) verdeutlicht das
System des Dreieckshandels.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Station Afrika dieses transatlantischen
Wirtschaftssystems. Insgesamt kamen Schätzungen zu Folge mindestens 10 Millionen
Schwarzafrikaner an der Westküste im Zeitraum zwischen 1451 und 1870 versklavt. Die
europäischen Händler führten aber nur in einigen Fällen selbst Vorstöße in das Landesinnere,
sondern blieben an der Küste. Das Fangen der zukünftigen Sklaven wurde nicht von ihnen
selbst, sondern von afrikanischen Mittelsmännern durchgeführt. Diese erhielten im Austausch
für die Sklaven Waren aus Europa, insbesondere Waffen, Tabak, Schnaps oder Schmuck.
Afrikaner selbst waren also durchaus in den Transatlantischen Sklavenhandel involviert.
Die zentrale Frage dieser Arbeit wird deswegen sein, wie dieser Handel mit afrikanischen
Mittelsmännern zustande kam, wie er ablief und welche Auswirkungen er für die betroffenen
Gebiete hatte. Dabei soll zunächst die afrikanischen Staats- und Machtstrukturen vor dem
Transatlantischen Handel beschrieben werden. Anschließend wird auf das eigentliche
Tauschgeschäft eingegangen. Da sämtliche schriftliche Quellen von Europäern verfasst
wurden, bleibt abzuwarten, wie sehr die Motive der afrikanischen Handelspartner zu eruieren
ist. Genauer kann man jedoch über die Tauschwaren an und für sich sagen. Ebenso lässt sich
über die Auswirkungen des Handels auf die afrikanische Gesellschaft, insbesondere auf die machtpolitischen Gegebenheiten feststellen. Dies sollte auch der letzte Punkt dieser Arbeit
vor einem abrundenden Fazit sein.
[...]
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