Der Feindbegriff Carl Schmitts - ein Idealtyp? Eine Betrachtung anhand des Romans 1984 von George Orwell
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Sprache:Deutsch
5,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.03.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
8 (Printausgabe)
Dateigröße
121 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656144274
Mitte des 20. Jahrhunderts zerfällt die Welt in die drei Superstaaten Eurasien, Ostasien und Ozeanien, welches gleichzeitig den Schauplatz der Handlung darstellt. Im Grunde unterscheiden sich diese drei Systeme kaum voneinander: Nach dem Muster einer Herrschaftspyramide lebt der Großteil der Bevölkerung in ärmlichen Verhältnissen. Nur etwa 2% der Bevölkerung gehören der obersten Klasse, der so genannten Inneren Partei, an. Zwischen den Staaten herrscht ein Krieg, welcher aufgrund des Mächtegleichgewichts nie gewonnen werden kann und demnach zu einem Dauerzustand geworden ist.
Für Carl Schmitt ist die Existenz des Feindes selbstverständlich. Er weist jedoch darauf hin, dass mit dem Feind ein öffentlicher und kein privater Gegenentwurf gemeint ist (Vgl. Schmitt 1963: S. 50) Der Feind stellt sozusagen die Antithese, "den äußersten Intensitätsgrad einer Verbindung oder Trennung" (Schmitt 1963: S. 27, zur eigenen Existenz dar: Würde es keinen Feind geben, würde auch der eigene Staat nicht existieren. In diesem Sinne ist das Feindbild unerlässlich für die Herausbildung einer Grenze und damit für die Selbstbeschreibung einer Gesellschaft. Die Gemeinschaft definiert sich also erst über einen gemeinsamen, öffentlichen Feind.
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