Hans Rothfels und die Kontinuität seines Geschichtsbildes anhand ausgewählter Publikationen
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.12.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
155 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640774975
Dazu wird im Folgenden eine Untersuchung seiner Positionen vor 1933, insbesondere im Zusammenhang mit seiner wissenschaftlichen und politischen Beschäftigung mit Ost-Mitteleuropa und den dort lebenden deutschen Minderheiten, sowie seiner Rolle nach 1945 vor dem Hintergrund seiner Zeit im Exil, seiner Bedeutung für die deutsche Widerstandsforschung und seiner Rolle als Remigrant, insbesondere für die deutsche Historikerzunft nach dem Nationalsozialismus, vorgenommen.
Dies soll vornehmlich anhand der Auswertung von - auch bereits von den Zeitgenossen als solche wahrgenommene - besonders symbolträchtiger Äußerungen geschehen. Die Quellenlage kann als relativ gut bezeichnet werden, obwohl Rothfels Nachlass, der sich im Bundesarchiv in Koblenz befindet, nicht öffentlich zugänglich ist. Aufgrund seiner herausragenden Rolle in der deutschen Geschichtswissenschaft und seiner engagierten Stellungnahmen zu politischen Fragen vor und nach 1933/39 haben sowohl die Person als auch der Historiker Hans Rothfels bereits häufig das Interesse von Zeithistorikern auf sich gezogen. Die in Aussicht gestellte Biographie von Jan Eckel steht allerdings bedauernswerterweise noch aus.1 Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf Publikationen und Vorträge, da Rothfels Geschichtsbild nicht von seiner Intention, es politisch wirksam zu vermitteln, getrennt werden kann. Öffentliche und politische Wirksamkeit waren ein zentrales Anliegen im Rahmen seiner geschichtswissenschaftlichen Arbeit.
Über die Positionen von Hans Rothfels vor 1933 ist kürzlich eine Kontroverse entbrannt. Ausgangspunkt war das Buch von Ingo Haar "Historiker im Nationalsozialismus". Heinrich August Winkler wandte sich daraufhin in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte vehement gegen die Darstellung von Rothfels als dem "einzige[n] Historiker, der die Osthilfe und die Siedlungskampagne der deutschen Reichsregierung durch ein geschlossenes Geschichtsbild zu rechtfertigen wusste"2; vielmehr sei er, der Gruppe der "konservativen Vernunftrepublikaner"3 zuzurechnen. Nach der Erwiderung von Haar4 eskalierte die Kontroverse5. Aktuell haben sich nun auch eine Reihe anderer Historiker zu diesem Thema geäußert, worauf im Folgenden näher eingegangen werden wird.
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