Sterben, Tod und Trauer in einer fortschrittlichen Gesellschaft
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Sprache:Deutsch
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.04.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
225 (Printausgabe)
Dateigröße
1205 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638626248
Wie modern und fortschrittlich sind wir im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer tatsächlich? Diese Frage bildet die Grundlage sich aus verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen der Thematik zu stellen. Den Blick möchte ich schärfen, Fragen und Impulse geben für die Auseinandersetzung mit dem Thema.
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen der Thanatologie, soziale anthropologische Theorien, psychologische Betrachtungen werden genauso hinzugezogen wie theologische Sichten und juristischen Vorgaben.
Eine große Anzahl der genutzten Literatur ist aus praktischer Erfahrung von Menschen des Gesundheitswesens geschrieben, die aufgrund ihrer Erfahrungen in der Lage sind auf Kritisches wie Hilfreiches hinzuweisen, persönlich geführte Interviews ergänzen dieses Bild.
Beginnend mit unserer sozialen Entwicklungsgeschichte, die den Einzelnen wie die gesellschaftlichen Vorgaben prägen, hinterfrage ich den Fortschrittsgedanken der modernen Medizin und unsere eigene Haltung dazu. Inwieweit wirken sich gesellschaftliche, medizinische und institutionelle Vorgaben auf die Menschen aus, die die Sterbenden pflegen und begleiten?
Der Umgang mit Trauer, die Funktion von Riten, neue Tendenzen im Bestattungswesen, spiegeln zusätzlich die Vielfalt unserer individuellen wie gesellschaftlichen Prägung wider.
Der Mensch ist nicht nur ein Körper der funktionieren muss, zum Menschsein gehört vieles mehr! Gerade wenn wir uns als fortschrittlich bezeichnen wollen. Die Einheit von Körper, Geist und Seele zu verleugnen kann nicht ohne Folgen bleiben.
Am Ende meiner Ausführungen gehe ich näher auf die Hospizarbeit ein und finde über die Phänomenologie von Nahtoderfahrungen noch einmal die Brücke zwischen einer mögliche Bedeutung des Todes im Zusammenhang mit unserer eigenen und gesellschaftlichen Lebensgestaltung.
Die Frage bleibt; wie fortschrittlich und modern wir nun tatsächlich sein wollen?! Durch das Sterben und den Tod werden wir zurückverwiesen auf die Gestaltung unseres Lebens! Der Mensch hat ein Recht in Würde zu leben und zu sterben! Dies fordert Verantwortlichkeit ein. Und vielleicht weichen wir gerade aus diesem Grund den existenziellen Frage aus, die der Tod für uns aufwirft.
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