Umweltberichte der chemischen Industrie Formen der sprachlichen Selbstdarstellung am Beispiel der Begriffe "Sicherheit / Schutz" und "Risiko / Gefahr"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
31.01.2000
Verlag
Diplom.deSeitenzahl
137 (Printausgabe)
Dateigröße
503 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783832421199
Die Betrachtung und Diskussion der Thematik Umwelt/Ökologie ist heute alltäglich geworden und umfaßt alle gesellschaftlichen Bereiche. Eine Blick in Richtung Presse, aber auch zu anderen Medien, zeigt:
"Das Besondere an diesem Thema ist seine Karriere, die es in den vergangenen zwanzig Jahren von den journalistischen Ressorts "Aus aller Welt", "Vermischtes" u. ä. über die wissenschaftsjournalistischen Rubriken "Aus Forschung und Technik" u.ä. auf die politischen Seiten und bis in die Leitartikel katapultiert hat."
Für diese Fokussierung gibt es zwingende Gründe. Bedrohung und Zerstörung der natürlichen Umwelt und schließlich der Lebensgrundlagen der Menschheit haben ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr ignoriert werden kann.
Fast alle Wissenschaften sind inzwischen mit der Bewältigung ökologischer Probleme beschäftigt. Auch die Sprachwissenschaft kann ins Spiel kommen, zum Beispiel wenn es darum geht, bei ökologischen und umweltpolitischen Themen auf der Ebene der Sprache zwischen Information, Meinungsbildung bis hin zur Manipulation unterscheiden zu wollen.
Vorliegende Untersuchung hat Umweltberichte der chemischen Industrie zum Gegenstand und bewegt sich damit auf einem wenig bearbeitetem Terrain, denn die Form der Umweltberichte ist relativ neu. Dahinter steht, daß erstmals einige der tatsächlichen und vermeintlichen Verursacher ökologischer Probleme in breitem Maße für und mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Die chemische Industrie hatte das Feld Umwelt/Ökologie lange Zeit ihren "Gegnern" (Umweltschutzgruppen), Vermittlern (Regierung) oder Beobachtern (Presse) überlassen.
In den Umweltberichten bieten sich zwei große Bereiche für die Betrachtung an: Zum einem das Thema Umgang mit Schadstoffen bzw. die Verringerung von umweltschädigenden Emissionen, zum anderen die Frage der Sicherheit der chemischen Industrie bzw. umgekehrt betrachtet die Handhabung von Risiken und Gefahren.
Diese Arbeit beschränkt sich auf die Untersuchung der Darstellung von Risiko und Gefahr bzw. Schutz und Sicherheit. Zum einen, weil eine zusätzliche Behandlung des weiten Feldes Schadstoffe/Emissionen den Rahmen sprengen würde, zum anderen, weil es zu letztem Punkt noch am ehesten Material gibt (siehe 2.2. Vorhandene Untersuchungen zur Problematik).
Gang der Untersuchung:
Die Unterscheidung zwischen Gefahr/Sicherheit und Schadstoffen/Emissionen soll erklärt werden, um dem Einwand entgegenzuwirken, daß Gifte, Schadstoffe, Müll und [...]
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