Alarich: Vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Plünderung Roms
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.11.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
584 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656549581
einmal etwas von Alarich I. gehört haben oder zumindest wissen, dass die ewige Stadt
Rom, das Symbol römischer Machtansprüche, Anfang des 5. Jahrhunderts geplündert
worden ist. Gegenstand dieser Seminararbeit ist die Geschichte des balthischen Adligen
Alarich und "seiner Goten", dessen Bemühungen, im römischen Reichs Fuß zu fassen,
zwar mit der Plünderung Roms vorerst scheiterten, dann aber in der Gründung des
Tolosanischen Westgotenreiches 418 mündeten.
Über die Geschichte der Westgoten und ihrem großen Anführer Alarich existieren keine
Darstellungen von gotischen Zeitzeugen. Alle Quellen, die uns zur Verfügung stehen,
sind entweder übertrieben religiös determiniert oder durch die römische Sichtweise auf
die "wilden Barbaren" eingefärbt. Vom christlichen Befreier bis hin zum verrückt
gewordenen Wilden können wir alles über die Person Alarichs lesen.
Dieser Arbeit liegt neben vielfältiger Sekundärliteratur, die sich mit Alarich
selbst, den Westgoten oder allgemein der Geschichte der Spätantike beschäftigt, auch
zwei der wichtigsten spätantiken Quellen für dieses Thema zu Grunde. Das sind, das
sechsbändige Werk des griechischen Historikers Zosimos (lat. Zosimus) "Neue
Geschichte" und die "Gotengeschichte" des römischen Geschichtsschreibers Jordanes.
Jedoch sollten wir besonders von Jordanes nicht zu viele Erkenntnisse erwarten. Seine
Historiographie lässt acht Jahre, unmittelbar vor der Plünderung Roms außer Acht und
sieht die Vorkommnisse eher als Manifestierung der gotischen Herrschaft. Der Alarich
des Zosimos hingegen ist weniger ein eigenständiger Führer, der nach großer Macht
strebt, als mehr ein Instrument römischer Macht. Auch kanalisiert der
Geschichtsschreiber durch seine Alarich-Figur die Meinung, dass Rom durch die
Abkehr vom alten Götterglauben den Goten zum Opfer fiel. Zosimos konnte seine
Historiographie aus unbekannten Gründen auch nicht fertig stellen. [...]
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