Sprachlose Sprachhandlung: Der Erzähler des Nibelungenliedes im Kontext einer Strategie des Schweigens
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.11.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
763 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656549949
Zum ,Nationalepos' oder zur "Bildungsstufe der Nation" (Goethes Reaktion auf die übersetzte Nibelungenlied-Fassung Karl Simrocks von 1827) geadelt, verwirren und ,stören' im Nibelungenlied aus dem heutigen bevorzugten Blickwinkel einer inneren Geschlossenheit allerdings bestimmte ,Holperstellen' im Text oder eine "miserable Überleitung" (Ehrismann 2002: 143) zwischen Bestandteilen als Folge einer vermeintlichen strukturellen Desorganisation.
Grundsätzlich zielt die vorliegende Arbeit auf ein Konvergieren beider aufgezeigter Linien ab: Es soll überlegt werden, ob die ,Lücken' des Nibelungenliedes tatsächlich im Sinne eines intendierten Schweigens der Erzählerinstanz als "sprachlose Sprachhandlung" (Ruberg 1978: 11) fungieren.
Diese Betrachtung impliziert aber, dass überhaupt ein Erzähler existiert, der, daran anknüpfend, eine Strategie verfolgt und dass die aufbauende Analyse anachronistisch - und daher nicht unproblematisch - mit Termini der Neuzeit auf ein Werk um 1200 rekurriert. Für den Aufbau der nachstehenden Kapitel bedeutet das zwangsläufig, dass sich über den Makrokosmos einer theoretischen Annäherung und notwendigen Stellungnahme zum Erzähler, zur Historiztät und zum eigentlichen Schweigen allgemein sowie im Nibelungenlied dann der Mikrokosmos einer exemplarischen Untersuchung zum Schweigen in der 14. Aventiure widerspiegeln soll.
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