Migrantensprachen: Deutsch in Brasilien
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
09.12.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-54577-4
Massenauswanderungen nach Brasilien im 19. Jahrhundert geführt haben. Denn nicht nur die
Entwicklung in Deutschland, sondern auch die wirtschaftliche Modernisierung in Brasilien
spielte eine entscheidende Rolle für die Auswanderungswellen. Die Arbeit soll einen
Überblick über die verschiedenen Aspekte der deutschen Auswanderung nach Brasilien, die
geschichtlichen Fakten, Faktoren, die zur Entstehung des Riograndenser Hunsrückisch führten
und Sprachkontaktphänomene,u.a. geben. Der geschichtliche Aspekt ist hierbei sehr wichtig
in Bezug auf den Sprachkontakt zwischen deutschen Einwanderern und portugiesischen
Bewohnern, denn wichtige Ereignisse im 20. Jahrhundert (u.a. die Weltkriege,
Industrialisierung) wirkten sich entscheidend auf den Sprachkontakt aus. Dies möchte ich
dann unter dem Aspekt der Soziolinguistik betrachten. Ich werde das in mehrere Abschnitte
unterteilen und auf die anfängliche Isolierung, danach auf das Verbot der deutschen Sprache
in Folge des Weltkriegs und die folgende Akkulturation eingehen. Hierzu habe ich mir die
Frage gestellt, ob das Verbot der deutschen Sprache wirklich so entscheidend war für den
deutsch-portugiesischen Sprachkontakt und ob die Einwanderer danach entscheidend beim
Lernen der portugiesischen Sprache gefördert wurden, oder ob es noch andere zu betrachtende
Aspekte gibt. Meine Erwartung diesbezüglich ist, dass zwar eine gewisse Änderung
eingetreten ist, die Nationalisierungsgesetze aber nicht alleine für die Entstehung von
Sprachmischung und Sprachkontakt verantwortlich sind. Ich denke, dass vor allem die neuen
Medien diesen Sprachkontakt entscheidend förderten.
Interessant ist es hierbei auch den Sprachgebrauch in der Öffentlichkeit und in der Familie
gegenüberstellend zu betrachten, was ich in Kapitel 4 näher erläutern möchte.
Des Weiteren möchte ich den deutsch-portugiesischen Sprachkontakt besonders am Beispiel
des Riograndenser Hunsrückisch darstellen, wobei ich mich unter anderem auf die Literatur
von 'Cleo Vilson Altenhofen: Hunsrükisch in Rio Grande do Sul' beziehe, da dieser den
Begriff "Riograndenser Hunsrückisch" erstmals einführte. Der Sprachkontakt lässt sich sehr
gut an verschiedenen Sprachkontaktphänomenen aus den Bereichen Morphologie, Syntax und
Phonologie festlegen und durch sprachliche Beispiele verdeutlichen. [...]
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