Pest und Marienverehrung
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.12.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
770 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656564355
Man kann sich sicherlich vorstellen, dass ein solches Extremereignis nicht einfach ohne eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung von Statten gegangen ist. So kann man heute tiefgreifende Brüche im späten 14. Jahrhundert erkennen und diese mehr oder weniger direkt beziehungsweise indirekt mit der Pest in Verbindung bringen. Doch bereits in den Jahren vor dem schwarzen Tod zeichneten sich gewaltige Umbrüche in der spätmittelalterlichen Gesellschaft ab. Dinzelbacher sieht aufgrund der Pest eine "Intensivierung des laikalen Frömmigkeitslebens". Er versteht die Zeit des 14. Jahrhunderts allgemein als eine globale Krise, die zusätzlich zu den oft grassierenden Hungersnöten, oder auch Erdbeben darüber hinaus noch von der Pest gequält wurde. Franktisek Graus sah in seiner 1988 erschienenen und in der Pestforschung sicherlich als Standardwerk zu bezeichnenden Monographie "Pest - Geißler - Judenmorde. das 14. Jahrhundert als Krisenzeit" die Pest als eine Katastrophe von vielen und keine von einschneidender Zäsur. Auch Bergdolt erkannte in der Pest nur "das Ferment" welches "den Zusammenbruch bereits vorher ins Schwanken geratener Weltbilder beschleunigte". Ob diese relativierenden Aussagen jedoch zutreffend sind, lässt sich nach meiner Auffassung durchaus bezweifeln. Schwer vorstellbar in den Augen des heutigen Betrachters scheint, es eine "Mortalitätskrise" von solch gewaltigem Ausmaß als eine Katastrophe unter vielen abzutun.
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