Zwischen Arbeitsmarktöffnung und Fachkräftemangel: Die EU-Osterweiterung und ihre Auswirkungen auf Deutschland
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.08.2012
Verlag
Bedey & Thoms Media eBookSeitenzahl
108 (Printausgabe)
Dateigröße
513 KB
Auflage
1
Sprache
Deutsch
EAN
9783842835184
Die Entwicklungen der Weltwirtschaft hatten jedoch viel größeren Einfluss auf die Arbeitsmärkte und das Wirtschaftswachstum als auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit nach der EU-Osterweiterung. Daher sind die Jahre 2008 und 2009 statistisch besonders auffällig. Dabei wird auch deutlich, dass die deutsche Volkswirtschaft durch eine weltweite Vernetzung geprägt ist. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit bietet dafür eine Chance, um zielgerichteter auf konjunkturelle Entwicklungen reagieren zu können.
Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich von 2004 bis 2011 sichtlich verändert. Die Arbeitslosenquoten konnten deutlich reduziert werden, allerdings gewannen atypische Beschäftigungsverhältnisse eine zunehmende Bedeutung. Diese dürften künftig für viele Berufsgruppen aus Mittel- und Osteuropa trotz weiterhin bestehender Lohngefälle nicht sehr attraktiv sein. In Deutschland werden verstärkt Stimmen laut, die auf einen Fachkräftemangel verweisen. Bisher ist das nur in wenigen Berufen nachvollziehbar, doch das Arbeitskräftepotenzial wird in den kommenden Jahrzehnten durch die demografische Entwicklung sinken. Dabei erscheint es fraglich, ob Fachkräfte dann bereit sind, nach Deutschland zu kommen, zumal Wirtschaft und Einkommen auch in Mittel- und Osteuropa wachsen und die Auswanderungsmotivation senken dürften.
Die deutschen Bundesregierungen und die Vertreter der deutschen Wirtschaft werden in den nächsten Jahrzehnten gesellschaftlich akzeptierte Konzepte entwickeln müssen, wie Bevölkerungsrückgang, Prosperität und Arbeitskräftebedarf aufeinander abgestimmt werden können. Die Anwerbung von mittel- und osteuropäischen Bürgern könnte dazu nur einen Baustein von vielen liefern
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