Photovoltaische Freiflächenanlagen Energiewirtschaftliche und planungsrechtliche Rahmenbedingungen und GISgestützte Standortsuche am Beispiel der Gemeinde Kirchweidach, Landkreis Altötting
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- Deutsch ausgewählt
48,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.10.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
144
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,1 cm
Gewicht
219 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8366-5573-6
Mit der seit ca. 100 Jahren stark zunehmenden Verbrennung fossiler Brennstoffe und der damit verbundenen Kohlendioxid (CO2) Freisetzung in die Atmosphäre ging bislang nach gängiger Expertenmeinung ein weltweiter Temperaturanstieg von 1 Grad Celsius einher. Diese Temperaturerhöhung steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Wetterextreme wie z. B. Sturmfluten, Dürre oder Starkregenereignisse häufiger und intensiver als bisher auftreten.
Die internationale Politik reagierte zum ersten Mal 1992 in Rio mit der UN-Klimarahmenkonvention auf diese Problematik, als sich die 154 unterzeichnenden Staaten zu einer langfristigen Senkung der Treibgasemissionen verpflichteten. Im Rahmen der 3. Klimarahmenkonvention in Japan 1997 wurde schließlich im sog. Kyoto-Protokoll festgelegt, dass bis zum Jahr 2012 die 35 ratifizierenden Industrieländer ihre CO2-Emissionen insgesamt um mindestens 5 % im Vergleich zum Referenzjahr 1990 verringern. Die Reduktionsvorgabe für Deutschland wurde mit 21 % bis zum Jahr 2012 im Vergleich zum Jahr 1990 festgesetzt. Dieses Ziel soll nach dem Willen der Bundesregierung v. a. durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien erfüllt werden. Zusätzlich wurde durch die Atomgesetzesnovelle vom April 2002 der Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2020 beschlossen, was eine weitere Forcierung der Entwicklung und Förderung alternativer Energiequellen notwendig macht. Eine Möglichkeit, diese Reduktionsvorgabe zu erreichen, ist die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch. Erstes Etappenziel in diesem Sinne ist die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 12,5 % im Jahr 2010 (zum Vergleich: 6,25 % im Jahr 2000).
Die photovoltaische Stromerzeugung mittels Freiflächenanlagen stellt eine Möglichkeit der alternativen Energiegewinnung dar und steht im Mittelpunkt dieser Arbeit.
Bei Photovoltaischen Freiflächenanlagen (PFAs) handelt es sich um ein relativ junges Phänomen im Bereich der erneuerbaren Energien. Ein Großteil der Anlagen wurde in den letzten 3 Jahren erbaut. Im Zuge der Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Januar 2004 sind nun auch diese Freiflächenanlagen ausdrücklich in die Förderung miteinbezogen worden, was zu einem enormen Bauboom seit Beginn dieses Jahres geführt hat. Das bedeutet für die (Planungs-) Praxis, dass diese Anlagen nun nicht mehr als Ausnahmefälle, sondern vielmehr als Normalfälle zu betrachten sind. Trotzdem sind die sie betreffenden Vorschriften und Regelungen noch wenig konkret und z. T. auch widersprüchlich. Zudem besteht Informationsbedarf dahingehend, wie bereits existente Regelungen (z. B. des Baugesetzbuches) auf PFAs anzuwenden sind
Desweiteren sind die Auswirkungen von PFAs auf den sie umgebenden Raum zu berücksichtigen, sei es in Bezug auf Natur und Landschaft oder im Hinblick auf die städtebaulichen Folgen. Das Ausmaß der Umweltfolgen hängt wesentlich von der Wahl des Standortes für die PFA ab, so dass der Ermittlung geeigneter Flächen zur Errichtung von PFAs zentrale Bedeutung zukommt.
Problemstellung:
Der vorliegenden Untersuchung liegen folgende Fragestellungen zu Grunde, wobei die Punkte 4. und 5. die eigentlichen Schwerpunkte der Arbeit darstellen:
1. Was sind die Vorteile- und Nachteile der Nutzung von erneuerbaren Energien im Gegensatz zu konventionellen Energien?
2. Welche Bedeutung hat die photovoltaische Stromerzeugung durch Freiflächenanlagen innerhalb des Spektrums der erneuerbaren Energien?
3. Welche Umweltauswirkungen üben Freiflächenanlagen aus?
4. Wie sind Photovoltaische Freiflächenanlagen in planungsrechtliche und energiewirtschaftliche Regelungen eingebunden?
5. Wie...
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