Die prognostische Bedeutung von Enterovirus-RNA im Myohard bei idiopathischer dilatativer Kardiomyopathie
-
- Deutsch ausgewählt
148,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
09.05.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
84
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
135 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-9564-8
Seit der Einführung neuer molekularbiologischer Methoden gelten die Enteroviren, insbesondere die Coxsackie-B-Viren, neben den Adeno- und Parvoviren, als die häufigsten Viren, die mit einer idiopathischen dilatativen Kardiomyopathie (DCM) assoziiert sind und durch eine Myokardbiopsie nachgewiesen werden können. Über die prognostische Bedeutung des Nachweises von myokardialer Enterovirus-RNA bei der idiopathischen DCM lagen zu Studienbeginn nur zwei Langzeituntersuchungen mit konträren Ergebnissen hinsichtlich der Mortalität der Patienten vor. Ziel dieser Studie war es daher bei Patienten mit idiopathischer DCM die prognostische Bedeutung des Nachweises von Enterovirus-RNA im Myokard hinsichtlich des klinischen und hämodynamischen Verlaufes dieser chronischen Herzmuskelerkrankung zu untersuchen.
In der vorliegenden Studie wurden 64 Patienten (55 Männer, Alter 51+11 Jahre) untersucht, bei denen nach klinischer und invasiver Diagnostik mittels Myokardbiopsie die Diagnose einer DCM gestellt werden konnte. Neben der histologischen und immunhistologischen Beurteilung der Myokardbiopsien erfolgten molekularbiologische Untersuchungen zum Nachweis enteroviraler RNA mit Hilfe der RT-PCR und anschließender Southern-Blot-Hybridisierung. Bei allen Patienten wurde routinemäßig ein Echokardiogramm durchgeführt. Bei einem Teil der Patienten erfolgten zusätzlich die Analyse der Herzfrequenzvariabilität und eine Einschwemmkatheteruntersuchung. Über einen mittleren Zeitraum von 23,0+9,1 Monaten (Spannbreite 12-64 Monate) wurde der klinische und hämodynamische Verlauf erfasst und das NYHA-Stadium, die echokardiographisch bestimmte linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) sowie der linksventrikuläre enddiastolische Durchmesser (LVEDD) in sechs bis 12-monatigen Abständen dokumentiert.
Bei 26/64 (41%) Patienten konnte Enterovirus-RNA im Myokard nachgewiesen werden, 38/64 (59%) Patienten waren Enterovirus-negativ. Die beiden Patientengruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich klinischer Basisdaten, NYHA-Stadium, Herzinsuffizienztherapie sowie echokardiographisch und invasiv bestimmter hämodynamischer Parameter. Weiterhin fanden sich keine Unterschiede hinsichtlich der immunhistologischen Befunde.
In der Enterovirus-positiven Gruppe verstarben 2/26 (8%), in der Enterovirus-negativen Gruppe 6/38 (16%) Patienten auf Grund einer kardialen Ursache, was allerdings in der Kaplan-Meier Analyse keinen signifikanten Unterschied ergab. Die Enterovirus-positiven Patienten zeigten gegenüber den Enterovirus-negativen Patienten eine hochsignifikante Verbesserung der NYHA-Klassifikation (p 0.0001). Auch bei den Enterovirus-negativen Patienten war eine zwar weniger ausgeprägte, jedoch signifikante Verbesserung der NYHA-Klassifikation und der LVEF feststellbar. Der LVEDD nahm in beiden Gruppen deutlich ab, wobei sich der mittlere Unterschied nicht signifikant zwischen beiden Gruppen unterschied.
Bei der Einschwemmkatheteruntersuchung waren keine Veränderungen bezüglich des pulmonal-kapillären Verschlussdruckes und des pulmonal-arteriellen Mitteldruckes zwischen den Patientengruppen feststellbar.
Dagegen wurde bei der Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) eine Zunahme des mittleren RR-Intervalls und somit eine Abnahme der Herzfrequenz bei beiden Gruppen beobachtet. Bei den Enterovirus-positiven Patienten kam es zusätzlich zu einer Verbesserung des sogenannten Triangel-Index, der ein artefaktbereinigtes Maß für die HRV darstellt.
Aus den vorliegenden Ergebnissen lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass es sich bei der Enterovirus-assozierten DCM um eine Untergruppe der DCM mit günstiger Prognose handelt. Somit scheint der Nachwei...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice