Netzregulierung in der deutschen Elektrizitätswirtschaft Entwicklung und Ausblick
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.02.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
84
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
135 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-8566-3
Die Europäische Union hat seit 1996 Richtlinien und Verordnungen zur Förderung von mehr Wettbewerb im Elektrizitätsbinnenmarkt erlassen, deren Umsetzung von den Mitgliedsstaaten unter Berücksichtigung länderspezifischer Gegebenheiten zu erfolgen hat. Der betroffene Markt untergliedert sich in die Teilmärkte Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Vertrieb von elektrischem Strom. Die infrastrukturellen Bereiche Übertragung und Verteilung stellen hierbei natürliche Monopole dar, so dass dessen Regulierung im Rahmen der Liberalisierung der Elektrizitätswirtschaft erfolgt. Diskriminierungsfreier Netzzugang und die Angemessenheit der Netznutzungsentgelte sind deshalb wesentliche Elemente einer wirksamen Wettbewerbspolitik und Bestandteil der europäischen und nationalen Zielsetzung. Dabei besteht ein Zielkonflikt zwischen der Erzielung von Netznutzungsentgelten, die sich bei wettbewerbsähnlichen Strukturen herausbilden würden, und der Gewährleistung von langfristiger Versorgungssicherheit, die eine sogenannte Sicherheitsmarge verlangt. Einer regulierenden Institution stehen hierfür vielseitige Regulierungsmechanismen zur Verfügung.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, eine Position für eine verbesserte Regulierung der Netznutzungsentgelte in Deutschland ausgehend vom derzeitigen Status-Quo der privatrechtlichen Regulierung mit kartellrechtlicher Missbrauchsaufsicht herauszuarbeiten. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Regulierungsverfahren hinsichtlich ihrer spezifischen Informations- und Anreizprobleme im Elektrizitätsmarkt analysiert.
Die aktuelle Entwicklung wird momentan insbesondere vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geprägt. Es liegen bereits Gesetzesnovellierungen und Entwürfe für eine zukünftige Netzregulierung vor. Diese Arbeit beschäftigt sich ausführlich mit der nationalen Regulierungspraxis ab 1998, die durch die Vorgaben der Europäischen Union geprägt ist. Es werden theoretische Konzepte wie Liberalisierungsmodelle und Regulierungsmechanismen sowie gemachte Erfahrungen aus privatrechtlicher und kartellrechtlicher Missbrauchsaufsicht thematisiert und in einen Gesamtzusammenhang gebracht. Die Arbeit soll zeigen, dass sowohl das bisherige Regulierungsverfahren als auch das derzeit geplante Verfahren nicht optimal sind.
Die Vorgehensweise ist folgendermaßen: Zum allgemeinen Verständnis führt das Kapitel 2 in die Grundlagen der Elektrizitätswirtschaft ein. Darauf aufbauend extrahiert das dritte Kapitel den Regulierungsbereich und erklärt den Stellenwert einer Regulierung der Netznutzungsentgelte im Rahmen der Liberalisierungsmodelle der Elektrizitätswirtschaft. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Vorgaben der Europäischen Union für den nationalen Regulierungsprozess. Dies bildet die Ausgangslage für die Analyse von Informations- und Anreizproblemen im Kapitel 4 Theorie der Regulierung . Im diesem vierten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Regulierungsmechanismen erläutert. Es wird ein Anreizschema aufgestellt, in welches ausgesuchte Regulierungsverfahren nach Anreizen hinsichtlich Versorgungssicherheit und Kostensenkung eingeordnet werden. Dieses Schema wird im Kapitel 5 zur praktizierten und geplanten Regulierung in Deutschland wieder aufgegriffen. Nach ausführlicher Analyse der aktuellen Regulierungspraxis wird die privatrechtliche Regulierung und das geplante Regulierungsverfahren in das Anreizschema eingruppiert und bewertet.
Abschliessend spreche ich mich im Kapitel 6 zusammenfassend für ein Regulierungskonzept als Empfehlung aus.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
1.PROBLEMSTELLUNG UND VORGEHENSWEISE3
2.GRUNDLAGEN DER ELEKTRIZITÄTS...
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