Musikerfinden in der elementaren Musikerziehung Eine Untersuchung zum Musikerfinden in Unterrichtsvorschlägen für den Musikunterricht in der Grundschule
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- Deutsch ausgewählt
58,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.01.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
164
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,2 cm
Gewicht
247 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-8555-7
In der Primarstufe spielt die elementare Musikerziehung eine wichtige Rolle im Hinblick auf (Selbst-)Wahrnehmung und Motorik, aber auch im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, die wiederum verbunden ist mit Erziehung zu einem angemessenen sozialen Verhalten und zu Empathiefähigkeit.
Ein Teil der elementaren Musikerziehung ist der Bereich des Musikerfindens im Sinne musikbezogener Umgangsweisen, der den Anspruch erhebt, die schöpferischen Kräfte des jungen Individuums vor einer Verschüttung zu bewahren und zu fördern im Sinne einer kreativen Erziehung. Diese kreative Erziehung wird in den Unterrichtsvorschlägen für das Fach Musik oft unter dem Stichwort der Improvisation angestrebt und verwirklicht: Hier betätigen sich die Kinder kreativ, d.h. schöpferisch dahingehend, dass sie etwas für sich Neues erfinden, schaffen, kreieren .
Bei einer näheren Untersuchung dieser Aussage, lässt sich eine Problematik dahingehend erkennen, dass in der Literatur der Begriff der Kreativität eher zu einem Modewort avanciert ist und daher recht oberflächlich benutzt wird. Ähnliches gilt für den Improvisations-Begriff. Die Diskussionen um Kreativität und Improvisation sind extrem kontrovers. Eine fast unüberschaubare Flut von Veröffentlichungen scheint diese Begriffe immer mehr zu verwässern, obwohl sie das Gegenteil versucht, sie nämlich fassbarer zu machen.
Im ersten Teil der Arbeit werden diese Stichwörter der Kreativität und der Improvisation unter Berücksichtigung der aktuellen Diskussion als wesentlicher Bestandteil der theoretischen Voraussetzungen zum Musikerfinden beleuchtet. Im Zentrum der Überlegungen steht dabei der sogenannte kreative Prozess (Poincaré). Theorien und Strukturschemata werden diskutiert, um diesen vielschichtigen Vorgang verständlicher erscheinen zu lassen. Durch Gegenüberstellung und Vergleich von Improvisation und kreativem Prozess werden Differenzen und Gemeinsamkeiten aufgedeckt sowie die oberflächliche Begriffsverwendung in der Literatur herausgearbeitet. Anschließend werden weitere das Musikerfinden betreffende Komponenten wie anthropologische, soziale, oder gruppenimprovisatorische angesprochen.
Anlass dieser Untersuchung war unter anderem die Beobachtung, dass in diversen Lehrerhandbüchern des Faches Musik immer wieder die Rede von Kreativität ist, ohne sie in ihrer Begrifflichkeit für das entsprechende Werk vorher einzugrenzen.
Um einerseits eine angemessene didaktische Basis für die beabsichtigte Untersuchung zu erwirken und um andererseits aufzuzeigen, welche Kriterien und Vorgaben die Autoren der Unterrichtswerke Musik zum Teil bei ihren Entwürfen beachten (müssen / sollten), werden im Anschluss an die Begriffsdiskussion exemplarisch die Lehrpläne beziehungsweise (Rahmen-)Richtlinien der drei großen westdeutschen Bundesländer Niedersachsen (1984), Nordrhein-Westfalen (1985) und Bayern (2000) im Hinblick auf Aussagen zur Kreativitätsförderung und zum Musikerfinden / Improvisieren untersucht und verglichen. Ein Exkurs über die französischen Richtlinien steht exemplarisch für die Kreativitätserziehung im Musikunterricht als ausländisches, innereuropäisches Beispiel.
Die 90er Jahre sind geprägt von einer Welle von Neuerscheinungen im Fach Musik. Allerdings sind diese Unterrichtswerke bisher abgesehen von den wenigen Einzelrezensionen , noch nicht wirklich verglichen und kritisch in die Entwicklung der musikdidaktischen Konzeptionen eingereiht worden. Diese Arbeit versucht hierzu einen ersten Beitrag ...
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