Probleme bei der bankenaufsichtsrechtlichen Behandlung von Kreditderivaten
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- Deutsch ausgewählt
74,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.03.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
100
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,8 cm
Gewicht
157 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-7826-9
Das Marktsegment der Kreditderivate wächst rasant. Einer Untersuchung der British Bankers Association zufolge beträgt das ausstehende Nominalvolumen inzwischen rund zwei Billionen US Dollar. Eine treibende Kraft für diesen Wachstum ist neben vielen anderen Gründen sicherlich die Notwendigkeit, ein verbessertes Risikomanagement durch die in der jüngsten Vergangenheit auftretenden Unternehmensausfälle, wie z.B. Worldcom oder Enron, zu schaffen. Dabei darf nicht außer acht gelassen werden, dass der intensive Wettbewerb in der sich konsolidierende Bankenbranche und die Forderung der Eigenkapitalgeber nach einer angemessenen Eigenkapitalrendite bzw. nach einer höheren Zinsmarge vor allem die deutschen Kreditinstitute zusätzlich unter Druck setzt. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen diese ihre Risiken möglichst ertragsorientiert managen.
Durch die angesprochenen Insolvenzfälle müssen die jeweiligen Gläubigerbanken nicht unerhebliche Abschreibungen auf ihre Kreditforderungen tätigen. Im Extremfall können diese sogar zur Zahlungsunfähigkeit einer Bank führen. Schließlich kann eine einzelne Institutskrise über eine Bankenkrise zu einer Finanzkrise führen, die wiederum die gesamte volkswirtschaftliche Aktivität lähmen kann.
Kreditderivate bilden in diesem Zusammenhang liquide und transparente Instrumente zum Auf- und Abbau von solchen Kreditrisiken respektive zum Management eines Kreditportfolios. Eine Bank kann sich prinzipiell gegen den Ausfall eines Unternehmens mit dem Kauf eines Kreditderivates absichern, um potentielle Verluste zu vermeiden.
Die vorliegende Arbeit stellt dieses Instrument des Risikotransfers in den Mittelpunkt. Im Abschnitt Drei wird erörtert, was unter einem Kreditderivat zu verstehen ist, welche Arten es gibt und welche Auswirkungen der Transfer von Kreditrisiken für den jeweiligen Vertragspartner hat. Außerdem liefert der Verfasser im Abschnitt Vier einen kurzen Einblick in die Ansätze zur Bewertung von Kreditderivaten. Es wird aufgezeigt, dass die Anwendung der verschiedenen Ansätze mit Problemen verbunden ist. Dabei erfolgt die Analyse unter dem Deckmantel der bankenaufsichtsrechtlichen Behandlung von Kreditderivaten. Das bedeutet, dass für den Bereich der kontraktspezifischen und der bewertungsspezifischen Betrachtung Probleme angesprochen werden, die von einer Aufsichtsinstanz bei der Berücksichtigung von Kreditderivaten als Kreditrisikominderungstechnik beachtet werden sollten.
Im letzten Abschnitt Fünf wird das Thema der Arbeit unter Berücksichtigung der aus den vorhergehenden Abschnitten erhaltenen Ergebnisse mit einem Fokus auf die Einführung von Basel II evident behandelt. Das neue Konsultationspapier des Baseler Ausschusses ermöglicht nämlich durch die Anwendung von Kreditderivaten die Reduzierung der Eigenkapitalanforderung eines Kreditinstitutes. Damit wird den Instituten besonders eine Verbesserung der regulatorischen Eigenmittelrendite ermöglicht.
Die auftretenden Schwierigkeiten unter Basel II bei der bankenaufsichtsrechtlichen Behandlungen von Kreditderivaten werden im Abschnitt 5.4 behandelt. Diese Probleme sollen letztendlich als eine Synthese aus den kontraktspezifischen und den bewertungsspezifischen Problembereichen verstanden werden.
Der folgende Abschnitt Zwei beinhaltet die Motivation, einen volkswirtschaftlichen Rahmen für die bankenaufsichtsrechtliche Behandlung von Kreditderivaten zu liefern. Hierbei wird den Fragen nachgegangen, warum Banken einen besonderen Schutz in Form einer staatlichen Bankenaufsicht benötigen, warum eine Bankenkrise zu einer Finanzkrise führen kann und vor allem welche Rolle Derivate in diesem Zusammenhang einnehmen können. Damit wird vorab ein An...
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