Symbole im Medienwahlkampf Symbolische Politik am Beispiel des FDP-Landtagswahlkampfes 2000 in Nordrhein-Westfalen
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- Deutsch ausgewählt
58,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.01.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
144
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,1 cm
Gewicht
219 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-6311-1
Nicht das Verabschieden von Gesetzen oder die tägliche Arbeit in den Ausschüssen stehen im Vordergrund, sondern vielmehr die Inszenierungen von scheinbaren Politikereignissen oder das Auftreten von Politikern in Fernsehshows. Die Politik verlagert sich immer stärker von der Entscheidungspolitik zur Darstellungspolitik. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist vor allem die bedeutende Rolle der Medien bei der Politikvermittlung. Denn nur wer sich in den Medien präsentiert und dabei auch Aufmerksamkeit auf sich und seine Positionen zieht, kann politischen Erfolg haben. Dies ist besonders zu Wahlkampfzeiten der Fall. Hier geht es weniger um Inhalte sondern mehr um die Form, die mediengerechte Inszenierung einer Politshow.
Die Organisation des Wahlkampfes erfolgt heute durch professionelles Politmanagement von Beratern aus der Werbe- und PR-Branche. Die Parteien überlassen den Agenturen zunehmend mehr Freiheiten bei der Gestaltung von Kampagnen und bilden eigene professionelle Wahlkampfzentralen. Beispielhaft ist hierfür der provokante Wahlkampf der FDP in Nordrhein-Westfalen (Landtagswahl 2000), durchgeführt von der Agentur Heimat. Diese agierte fernab von politischen Zwängen.
Im Wahlkampf steht, wie schon oben erwähnt, nicht die Umsetzung von politischen Entscheidungen im Vordergrund, sondern die Darstellung von Politik. Dies geschieht verstärkt mit Symbolen, welche die komplexen Politikzusammenhänge für den Bürger verständlicher machen sollen. Politische Symbolik bietet also Deutungsmuster zur Vereinfachung politischer Problemkomplexität sowohl auf der Akteursseite als auch auf der Wählerseite. Das heißt, politischer Wahlkampf und Symbolik sind eng miteinander verwoben.
Genau um diese Thematik soll es in der vorliegenden Arbeit gehen. Weshalb setzen Politiker zunehmend Symbole zur Vermittlung ihrer Politik ein? Warum scheint es gerade zu Wahlkampfzeiten eine Verdichtung der politischen Symbole zu geben? Können Wahlen nur noch durch die medienvermittelte Symbolisierung von politischen Inhalten gewonnen werden? Findet durch den verstärkten Einsatz von Symbolen gar eine Entleerung politischer Inhalte statt? Und sind wir auf dem Weg von einer parlamentarisch-repräsentativen Demokratie zu einer medial-präsentativen Demokratie?
Das Ziel dieser Arbeit ist es, anhand des aktuellen Forschungsstandes die Problematik darzulegen und die Fragen zu klären. Ausgehend von den theoretischen Ausführungen, soll im Abschluss der Arbeit am Beispiel des nordrhein-westfälischen FDP-Landtagswahlkampfes 2000 aufgezeigt werden, wie die Partei Symbole in ihren Wahlkampf integriert hat. Verdrängten hier die eingesetzten politischen Symbole die politischen Inhalte? War der Wahlkampf ein weiterer Schritt in die Richtung der berüchtigten Amerikanisierung? Der FDP-Wahlkampf wurde deswegen gewählt, weil die Kampagne mit dem Frontmann Möl...
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