Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
28.05.2001
Verlag
GRINSeitenzahl
80
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,6 cm
Gewicht
129 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-4176-8
Ende 1998 entsprach die betriebswirtschaftliche Software der Vorarlberger Landeskrankenhäuser (LKH s) kaum mehr dem technischen Standard, vor allem im Hinblick auf Funktionalität, Integration und Konsolidierungsmöglichkeiten. Es gab zwei verschiedene Systeme, deren Kompatibilität nicht gegeben war. Äußerst problematisch war vor allem die bevorstehende Datumsumstellung von 1999 auf 2000, aber auch die Einführung des EURO als Hauswährung musste gewährleistet werden. Deshalb wurden drei verschiedene Softwarepakete und die Möglichkeit einer Individuallösung detailliert überprüft. Dabei wurden auch Überlegungen bezüglich einer eventuellen Monopolsituation angestellt, wobei dieser Punkt bei beiden Alternativen gleich zu bewerten war. Nach dieser Evaluation verblieben die Standardsoftware SAP R/3 und eine allfällige Individualprogrammierung in der engeren Wahl.
Die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H. (KHBG) war gezwungen, diese umfangreiche Installation für die drei LKH s im Jahr 1999 in nur etwa 10 Monaten, also in extrem kurzer Zeit, durchzuführen. Eine frühere Entscheidung, die eine längerfristige Vorbereitung ermöglicht hätte, konnte nicht rechtzeitig getroffen werden. Aus verständlichen und nachvollziehbaren Gründen wollte das Amt der Vorarlberger Landesregierung, dass die KHBG bzw. die nachgeordneten LKH s das im Amt in Einsatz befindliche EDV-Paket (Individualprogrammierung) übernimmt. Dieses war nur im Bereich der Finanzbuchhaltung brauchbar, in der Kostenrechnung jedoch nur wenig, und in der Materialwirtschaft sehr mangelhaft entwickelt. Diese Vorgangsweise hätte eine aufwendige Neuprogrammierung erfordert. Die dafür notwendigen Abklärungen haben enorm viel Zeit beansprucht. Erst ein Bericht des Bundes-Rechnungshofes über die betriebswirtschaftliche Software hat das Amt und den Aufsichtsrat bewogen, die Entscheidung für SAP R/3 zu treffen. Da dies jedoch erst im Januar 1999 erfolgte, und das Projekt bis zum 31.12.1999 für den Jahreswechsel auf den 1.1.2000 abgeschlossen werden musste, war es erforderlich, die Einführung in ungewollt kurzer Zeit abzuwickeln.
SAP R/3 ist ein in der Wirtschaft weit verbreitetes EDV-System zur Bearbeitung der betriebswirtschaftlichen Abläufe. Es ist durchaus bekannt, dass es über eine große Komplexität und Funktionalität verfügt und eine hohe wirtschaftliche Kompetenz mit großer Durchgängigkeit in der Geschäftsprozessabwicklung und einen äußerst hohen Datenintegrationscharakter aufweist. Moderne Krankenhäuser sind in der Betriebwirtschaft Industriebetrieben großteils gleichzusetzen. Gerade der Bereich der EDV ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Er ist von wesentlicher strategischer und organisatorischer Bedeutung.
Durch den Einsatz von SAP R/3 soll in den LKH s der gesamte Budgetkreislauf von der Budgetplanung und Genehmigung über das Bestellwesen, die Rechnungsbearbeitung und die Zahlungsabwicklung bis hin zum Rechnungsabschluss unter Nutzung modernster Informationstechnologie ausgeführt werden. Eine Implementierung sämtlicher betriebswirtschaftlicher Anwendungen (in den LKH s Betriebswirtschaftlicher Block bezeichnet) in den Bereichen Finanzwirtschaft (FI), Anlagenmanagement (AM), Kostenrechnung / Controlling (CO), Materialwirtschaft (MM) für alle Artikel inkl. Medikamente stellte deshalb eine besondere Herausforderung dar, da die Komplexität und die Auswirkungen dieses EDV-Projektes auf den betrieblichen Ablauf der Krankenhäuser enorm war.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
1.Einleitung1
1.1Problemstellung1
1.2Erwartungen3
1.3Ziel der Arbeit4
2.Theoretischer Teil5
2.1Warum SAP R/...
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